Ziele
Schutz und langfristige Sicherung national bedeutsamer und repräsentativer Naturräume mit gesamtstaatlicher Bedeutung
Erhalt des nationalen Naturerbes und Erfüllung supranationaler Naturschutzverpflichtungen
Das Förderprogramm soll zum dauerhaften Erhalt von Naturlandschaften sowie zur Sicherung und Entwicklung von Kulturlandschaften mit herausragenden Lebensräumen zu schützender Tier- und Pflanzenarten beitragen
Naturschutzgroßprojekt Altmühlleiten
Projektgrundlage National bedeutsame Landschaft
mit repräsentativen Charakter
Ziele des Projektes Schutz gefährdeter Pflanzen und Tiere
Pflege des typischen Landschaftsbildes
Entwicklung einer tragfähigen Landnutzungsform
Erhalt der regionalen Identität
Projektgebiet Sieben Teilgebiete entlang der Altmühl,
von Pappenheim bis Kelheim mit einer Gesamtfläche von 3824 ha
Projektzeitraum 2005-2007 (Planung)
2009-2017 (Umsetzung)
Projektträger Zweckverband Altmühlleiten
(Landkreis Eichstätt, Landkreis Kehlheim, Stadt Pappenheim, Gemeinde Solnhofen)
Projektförderer Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Bundesamt für Naturschutz
Freistaat Bayern
Bayerischer Naturschutzfonds
Finanzvolumen 6,4 Mio Euro
Altmühlleiten-Lebensräume
Artenreiche Kalk-Magerrasen – einer der artenreichsten Lebensräume Europas
Naturnahe Kalk-Buchenwälder – stark gefährdetes Waldökosysteme
Steinschutthalden – wertvolles Refugium für Pflanzen und Tiere
Lichte Hutewälder mit Waldweide – uralter Bestandteil unserer Kulturlandschaft
Steinriegel und Hecken – typische Landschaftselemente der Fränkischen Alb
Landschaftspflegemaßnahmen
Auslichten von stark verbuschten Heideflächen
Durch mangelnde oder fehlende Beweidung konnten sich Gehölze ausbreiten, die mit ihrem Schatten den licht- und wärmeliebenden Magerrasen verdrängen. Der Aufwuchs wird maschinell entfernt. Einzelne Gebüschstrukturen bleiben zur Strukturbereicherung stehen.
Schaffung eines Triebwegsystems
Die Verbindungswege von einer Weidefläche zur nächsten sind oft nur schmale Streifen. Viele Triebwege sind im Laufe der Zeit teilweise oder ganz zugewachsen. Für die Wanderschäferei im Altmühltal ist die Wiederherstellung oder Neuanlage dieser Wege entscheidend für eine rentable Bewirtschaftung.
Felsfreistellungen
Sonnenexponierte Felsen sind heiße und trockene Extremstandorte, an den sich sehr seltene Tiere und Pflanzen (z.B. der Apollofalter und seine Futterpflanze, der weiße Mauerpfeffer) angepasst haben. Geeignete Felsen werden gezielt freigestellt, um den daran angepassten, seltenen Arten ein Überleben zu ermöglichen.
Heckenpflege
Hecken sind ein typischer Bestandteil dieser Landschaft. Sie entstanden auf Steinriegeln, die die Bauern nach dem Pflügen am Ackerrand aufgeschichtet haben. Neue Steinriegel und Hecken werden angelegt, überalterte Hecken verjüngt und zugewachsene Steinriegel freigelegt.
Waldumbau
Statt eines vielfältigen Mosaiks heimischer Laubbaumarten bestehen viele Wälder nur aus wenigen Arten (meist Fichte oder Kiefer). Durch gezielte Bewirtschaftung werden standortfremde Bäume entfernt und der Laubholzanteil vergrößert. Außerdem wird die Alterstruktur erhöht und seltene Baumarten gezielt eingebracht.
Extensivierung
Intensive landwirtschaftliche Nutzung kann für die Magerrasen durch starken Dünge- und Spritzmitteleinsatz zum Problem werden. In sensiblen Bereichen des Projektgebietes soll die landwirtschaftliche Nutzung reduziert und beispielsweise Acker in Grünland umgewandelt werden. Das Grünland wird gemäht oder beweidet.