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Baugenehmigung

Vor der Errichtung, Änderung oder Nutzungsänderung baulicher Anlagen (auch Aufschüttungen, soweit sie nicht unmittelbare Folge von Abgrabungen sind; Lagerplätze, Abstellplätze und Ausstellungsplätze, Campingplätze und Wochenendplätze, Stellplätze für Kraftfahrzeuge) muss der Bauherr die erforderliche Baugenehmigung einholen. Der erforderliche Bauantrag ist (3-fach) über die Gemeinde, in deren Bereich das Bauvorhaben verwirklicht werden soll, dem Landratsamt Eichstätt vorzulegen.

Inhalt des Bauantrages:

Ein vollständig eingereichter Bauantrag hilft Zeit und Geld sparen. Grundvoraussetzung für eine zügige Bearbeitung des Bauantrags sind vollständige und fehlerfreie Antragsunterlagen.
Der Bauantrag ist schriftlich in 3-facher Ausfertigung über die Gemeinde an das Landratsamt zu richten.

Dieser besteht mindestens aus:

  • Bauantrag mit dauerhaften Bauantragsmappen (grün, gelb, rot)
  • Baubeschreibung
  • Bautätigkeitsstatistik
  • amtlichen Lageplan mit Eigentümerverzeichnis
  • Stellplatznachweis mit Stellplatzberechnung
  • Bauzeichnungen mit Eintragung des natürlichen Geländes in allen Ansichten mit festem Höhenbezugspunkt
  • Eintragung der Abstandsflächen in einer Ausfertigung des Lageplans und Abstandsflächenberechnung

Aufgrund von fehlenden Unterlagen kommt es immer wieder zu zeitlichen Verzögerungen während des Baugenehmigungverfahrens. Aus diesem Grund verweisen wir ausdrücklich auf das von uns veröffentlichte Merkblatt, um Ihnen einen Überblick über die erforderlichen Unterlagen zu verschaffen und somit eine reibungslose und zeitnahe Bearbeitung Ihres Bauantrages zu gewährleisten. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass seit der Novellierung der Bayerischen Bauordnung zum 01.01.2008 jedem Bauantrag ein Lageplan mit eingetragener Abstandsfläche des Bauvorhabens mit nachvollziehbarer Abstandsflächenberechnung beiliegen muss. Diese wird seitens des Bauamtes Eichstätt nicht geprüft! Des weiteren muss in den Ansichten das natürliche Gelände und das geplante Gelände eindeutig gekennzeichnet und eingetragen sein.

Eine Erläuterung zum ausfüllen des Bauantrages finden Sie hier.

Prüfverfahren:

Die Bayerische Bauordnung unterscheidet zwei Arten des Prüfverfahrens, dass je nach Art des Bauvorhabens angewendet werden muss:

Das vereinfachte Baugenehmigungsverfahren beschränkt die bauaufsichtliche Prüfung auf einen Kernbereich von Vorschriften. Welche Gebäude können im vereinfachten Verfahren errichtet werden?
Das vereinfachte Genehmigungsverfahren findet mit Ausnahme von Sonderbauten auf alle Vorhaben Anwendung, die der Baugenehmigungspflicht unterliegen.

Was muss der Bauherr tun?

Der Bauherr stellt im vereinfachten Genehmigungsverfahren einen herkömmlichen Bauantrag und lässt die erforderlichen bautechnischen Nachweise von einer dafür geeigneten Person erstellen.

Was prüft die Bauaufsichtsbehörde?

  • Die Übereinstimmung mit den bauplanungsrechtlichen Vorschriften über die Zulässigkeit der baulichen Anlagen und den örtlichen (gemeindlichen) Bauvorschriften
  • beantragte Abweichungen im Sinn des Art. 63 Abs. 1 und Abs. 2 Satz 2 BayBO

  • andere öffentlich-rechtliche Anforderungen, soweit wegen der Baugenehmigung einen Entscheidung nach anderen öffentlich-rechtlichen Vorschriften entfällt, ersetzt oder eingeschlossen wird.

Für die Beachtung aller übrigen Anforderungen (Abstandsflächenvorschriften, Brandschutz, etc.) sind der Bauherr und die von ihm am Bau Beteiligten (z.B. der Entwurfsverfasser) selbst verantwortlich.

Das herkömmliche Genehmigungsverfahren, bei dem ein Bauvorhaben auf seine Übereinstimmung mit allen öffentlich-rechtlichen Anforderungen geprüft wird, findet nur noch bei sog. Sonderbauten Anwendung. Was prüft die Bauaufsichtsbehörde?

  • die bauplanungsrechtliche Zulässigkeit nach den §§ 29 bis 38 BauGB (wie beim vereinfachten Baugenehmigungsverfahren),
  • das Bauordnungsrecht
  • das "aufgedrängte" sonstige öffentliche Recht

Pflichten des Bauherren nach Erteilung der Baugenehmigung:

Baubeginnsanzeige:

Der Bauherr hat den Ausführungsbeginn genehmigungspflichtiger Vorhaben und die Wiederaufnahme der Bauarbeiten nach einer Unterbrechung von mehr als sechs Monaten mindestens eine Woche vorher der Bauaufsichtsbehörde schriftlich mitzuteilen (Art. 68 Abs. 7 BayBO). Dies gilt auch für Vorhaben, die unter das Genehmigungsfreistellungsverfahren (Art. 58 BayBO) fallen und für die Beseitigung baulicher Anlagen (Art. 57 Abs. 5 BayBO).

Anzeige der Nutzungsaufnahme:

Die beabsichtigte Aufnahme der Nutzung einer nicht verfahrensfreien baulichen Anlage hat der Bauherr mindestens zwei Wochen vorher der Bauaufsichtsbehörde schriftlich mitzuteilen (Art. 78 Abs. 2 BayBO).

Für Sie zuständig

AnsprechpartnerTelefonTelefaxZimmerE-Mail
Gerhard Lederer
Sachgebietsleiter
08421/70-276231-R2gerhard.lederer@lra-ei.bayern.de

Entstehende Kosten

Für die Baugenehmigung werden zwischen 1 v. T. und 4 v. T. der Baukosten als Baugenehmigungsgebühr und die anfallenden Auslagen erhoben. Für evtl. erforderliche Befreiungen bzw. Ausnahmen ist eine gesonderte Gebühr festzusetzen.

Gesetzliche Grundlagen

Bayerische Bauordnung, Baugesetzbuch, bauaufsichtliche Verfahrensordnung

Informationen des BayernPortals

Anschrift

Landratsamt Eichstätt

Residenzplatz 2
85072 Eichstätt
Adresse in Google Maps anzeigen
Telefon: 08421/70-0
Fax: 08421/70-273

Öffnungszeiten

Mo - Fr 8.00 - 12.00 Uhr, Do auch 14.00 - 16.00 Uhr;
Öffentliche Verkehrsmittel: DB und Busse - Haltestelle Bahnhof Eichstätt-Stadt; Stadtbuslinie - Haltestelle Residenzplatz