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Die Biotonne in der kalten Jahreszeit

Wichtige Tipps für Gartenabfälle und Biomüll

So schön der Anblick auch war, wenn weinrote und goldgelbe Blätter die Bäume unserer Gärten und Straßen optisch belebten – spätestens jetzt zu Beginn der kalten Jahreszeit ist die Freude damit vorbei und es stellt sich die Frage: Wohin mit all den bunten Blättern? Das momentan in Massen abfallende Laub kann Gartenbesitzer im Landkreis mengentechnisch gesehen doch etwas in Nöte bringen, denn meist reicht die Kapazität im Garten nicht aus, um sämtliches Herbstlaub zusammen mit den übrigen organischen Abfällen selbst zu kompostieren. Die Biotonne, die zum 1. Januar 2018 im gesamten Landkreis Eichstätt flächendeckend eingeführt wurde und die sich seitdem bestens bewährt hat, kann eine Lösung bieten: „Laub und Fallobst dürfen durchaus in die Biotonne, allerdings sollte allen Biotonnenbesitzern klar sein, dass primär jedoch immer noch Speisereste erwünscht sind. Um eine ökologisch hochwertige Verwertung sicher zu stellen sind deshalb die Mengen an Laub und Fallobst auf 10 Liter bzw. 10 Kilogramm beschränkt“, erläutert Manuel Laumeyer von der Abfallwirtschaft im Landratsamt.

Wichtig sei, dass man als Gartenbesitzer darauf achtet, das Laub möglichst gut durchtrocknen zu lassen, bevor man es schließlich lose in die Biotonne gibt. „Gerade jetzt bei den kälteren Temperaturen kann es vorkommen, dass feuchtes Laub in der Biotonne gefriert. Man sollte die Tonne deshalb stets gut mit Zeitungspapier auslegen und sie möglichst erst in der Frühe zur Leerung rausstellen“, rät auch Fachbereichsleiterin Kathrin Husterer von der Abfallwirtschaft. Der wertvolle Bioabfall friert in der Tonne fest und kann somit nicht nur das Fassungsvermögen beeinträchtigen, sondern auch den Leerungsprozess. Übrigens dürfen auch von Schädlingen befallene Pflanzen in die Biotonne gegeben werden, wie die kommunalen Abfallexperten erläutern: „Die Schädlinge überleben die hohen Temperaturen in der Verwertungsanlage mit Sicherheit nicht, deshalb ist befallenes Biogut in der Biotonne bestens aufgehoben.“ Über die Biotonne werden diese organischen Abfälle durch Kompostierung bzw. Vergärung zu Energie sowie neuen hochwertigen Kompost verarbeitet und die organischen Abfälle in den natürlichen Stoffkreislauf zurückgeführt.

Da das Fassungsvermögen der Biotonne für das komplette Laub bzw. den Gartenabfall nicht ausreicht, sollten Hobbygärtner bei größeren Laub- und Schnittgutmengen unbedingt auf die Grüngutannahmestelle der jeweiligen Gemeinde ausweichen. „Laub selbst zu kompostieren geht generell genauso, Laubhaufen in Gartenecken dienen Kleintieren wie Igeln als Winterquartier. Hier muss man allerdings beachten, eine wettergeschützte Stelle auszusuchen und diese über den Winter nicht anzutasten, um den Winterschlaf der Tiere nicht zu stören“, so Abfallexperte Laumeyer. Gesundes Laub kann weiterhin als Frostschutz für Gartenbeete dienen, allerdings sollte die Laubschicht nur locker aufeinander gefügt sein, um Fäulnisprozesse zu verhindern. Mikroorganismen sorgen dafür, dass es teilweise zu fruchtbarem Kompost zersetzt wird. Zudem entlasten alle Gartenabfälle, die sie selbst kompostieren, die Abfallentsorgungsgebühren. Die Biotonne stellt also auch in den kälteren Monaten eine sinnvolle Ergänzung zur Eigenkompostierung dar. Weitere Informationen sind auf der Homepage der kommunalen Abfallwirtschaft unter www.landkreis-eichstaett.de/biotonne zu finden.    

                                                                                                     

 

Foto: Steinhoff/Landkreis Eichstätt

Kategorien: Presse