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Die Biotonne in der warmen Jahreszeit

Tipps von den Abfallexperten der Landkreisverwaltung – Biotonne besitzt viel Potenzial

Der Sommer hat einen schnellen Startschuss hingelegt, nach den zu kühlen Temperaturen im Mai freuen sich Kinder und Erwachsene über Sonne satt und steigende Temperaturen. Hochsommerliche Temperaturen beschleunigen die Zersetzung der organischen Abfälle in der Biotonne - die Folgen kennt jeder: Gerüche machen sich breit. Mit einfachen Mitteln lässt sich verhindern, dass die Biotonne „zu leben beginnt“, Praxistipps der Abfallexperten im Landratsamt Eichstätt helfen dabei, mit der Biotonne gut durch den Sommer zu kommen. „Das Zusammenspiel von Wärme und Feuchtigkeit ist die Ursache dafür, warum gerade die Biotonne als Kinderstube für Fliegenlarven dienen kann. Um Fliegen den Zugang zu Bioabfällen zu erschweren, gilt es, die Feuchtigkeit innerhalb der Tonne zu reduzieren“, erläutert Manuel Laumeyer von der Abfallwirtschaft. Er rät, gerade bei feuchten Küchenabfällen und Speiseresten die Abfälle in Zeitungspapier einzuwickeln und davor abtropfen zu lassen, um die Biotonne möglichst trocken zu halten. Plastik und kompostierbare Plastiktüten sind übrigens nicht erlaubt, da diese nur sehr langsam und nicht zu 100 Prozent vergären. „Auch muss der Deckel der Biotonne immer geschlossen gehalten werden, damit keine Fliegen und andere Insekten angezogen werden. Die Mär, dass man den Deckel einer Biotonne möglichst einen Spalt breit offenhalten sollte, existiert leider immer noch“, so Laumeyer.

Die Biotonne biete insgesamt eine optimierte Erfassung und Verwertung und schöpfe die Nutzungspotenziale der jeweiligen Bioabfälle so weit wie möglich aus. „Organische Abfälle, vor allem Küchenabfälle, werden durch Kompostierung bzw. Vergärung zu Energie sowie hochwertigem Kompost verarbeitet. So werden sie in den natürlichen Stoffkreislauf zurückgeführt. Dieses entstehende Biogas dient als Ersatz für fossile Energieträger wie Erdgas. Damit kann jeder Bürger dazu beitragen, die jährliche Emission von Treibhausgasen zu mindern“, erläutert Kathrin Husterer, Fachbereichsleiterin der Abfallwirtschaft im Landratsamt. Untersuchungen des Bundesumweltministeriums der letzten Jahre haben gezeigt, dass eine optimierte Bioabfallverwertung noch zusätzliche Beiträge zum Klima- und Ressourcenschutz leisten kann. Die Biotonne stellt also eine sinnvolle Ergänzung zur Eigenkompostierung dar, weil sie nun für den Kompost ungeeignete Bioabfälle (z.B. Fisch-, Fleisch-, Wurst- und Knochenreste, Schalen von Zitrusfrüchten, Unkräuter, kranke Pflanzenabfälle etc.) aufnimmt und damit die Qualität des eigenen Kompostes im Garten verbessert und Ungeziefer fernhält. „Bioabfall ist ein höchst wertvoller Sekundärrohstoff, der bestens für die Herstellung von Kompost und Energie geeignet ist“, betont auch Manuel Laumeyer. Dieser appelliert an die Bürger, noch mehr saisonale, organische Küchenabfälle in die Tonne zu geben. Diese nimmt sogar kleine Mengen an Grüngutschnitt aus dem Garten auf, „allerdings kann Grüngut günstig über den Kompost oder die Grüngutannahmestellen der Wertstoffhöfe entsorgt werden“. Noch zwei Praxistipps hat die Abfallwirtschaft auf Lager: „Die Biotonne sollte vor Sonne und Witterung geschützt werden und möglichst einen kühlen, schattigen Standplatz bekommen. Und man sollte sie regelmäßig waschen – dann funktioniert es auch im Sommer mit der Biotonne.“                                                              pp

 

Foto: Steinhoff

Kategorien: Presse