Ein starker Verbund für Naturschutz und Tourismus

Minister Glauber trägt sich ins Goldene Buch des Landkreises Eichstätt ein

„Das Herz für den Naturschutz schlägt im Landkreis Eichstätt ganz laut.“ Mit diesen Worten trug sich Thorsten Glauber, Bayerischer Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz, ins Goldene Buch des Landkreises Eichstätt ein. Der Minister war als Ehrengast zur Jahreshauptversammlung des Naturpark Bayern e.V. in die ehemals Fürstbischöfliche Residenz gekommen, wo er von Landrat Alexander Anetsberger, der zugleich als 1. Stellv. Vorsitzender des Verbandes fungiert, herzlich begrüßt wurde: „Es ehrt den Verband, dass wir mit dem Bayerischen Umweltminister einen wichtigen Partner der Naturpark-Belange heute vor Ort haben und er aus erster Hand erfahren kann, was für eine schlagkräftige Truppe in Sachen Naturpark und Umwelt die 19 bayerischen Naturparke in unserem Verband darstellen.“ Anhand des Naturparks Altmühltal schilderte der Eichstätter Landkreischef, wie Naturparke die Kommunen verbinden können, um gemeinsam maßgeschneiderte Konzepte für den Naturschutz und den Tourismus umzusetzen.

Auch Verbandsvorsitzender Heinrich Schmidt zeigte sich über das Kommen des Politikers hocherfreut: „Es ist uns eine große Ehre, dass erstmals ein Bayerischer Umweltminister an unserer Jahreshauptversammlung teilnimmt“, so Schmidt. Auch Landtagsabgeordneter Benno Zierer, Mitglied des Umweltausschusses des Bayerischen Landtags, folgte als Ehrengast der Sitzung. In seinem Jahresbericht ging der Vorsitzende Heinrich Schmidt auf die Schwerpunkte der Verbandsarbeit im Berichtszeitraum ein. Besonders erwähnte er die weitere Fördermöglichkeiten für Naturparke, zum Beispiel für die Hecken- und Gewässerpflege. Er kündigte an, dass die Naturparke ihre Arbeit in den Bereichen Besucherlenkung, Umweltbildung und Tourismus weiter intensivieren wollen und forderte die entsprechende Unterstützung des Freistaats Bayern ein. Gleichwohl dankte der Vorsitzende dem Staatsminister für die bereits vorhandene politische und finanzielle Unterstützung der Naturparke. Auf Initiative des Naturparkverbandes hätte der Freistaat Bayern die Rahmenbedingungen für die finanzielle und personelle Ausstattung der Naturparke in den letzten Jahren deutlich vorangebracht. Weitere Schritte seien aber notwendig, insbesondere um bürokratische Hürden abzubauen, die Förderverfahren zu vereinfachen und allen Aufgabenbereichen der Naturparke gerecht zu werden.

In seinem Grußwort ging auch Minister Glauber ausführlich auf die Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie auf die Besucherlenkung ein: Um die Natur zu schützen, müsse man sie mit guten Bildungs- und Freizeitangeboten erlebbar machen und Begeisterung auslösen. Glauber bekannte sich eindeutig zum verfassungsrechtlich verankerten Betretungsrecht in der freien Natur. Nutzungskonflikte seien in erster Linie nicht durch Verbote, sondern durch gemeinsame Lösungen aller Beteiligten zu lösen. Er sehe dabei sowohl das Ministerium als auch die Kommunen und Naturparke in der Pflicht. Ausdrücklich stellte er die gute Arbeit der bayerischen Naturparke heraus, lobte die Arbeit des Verbandes und sicherte seine weitere Unterstützung zu.  

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Haben das Wohl der bayerischen Naturparke und auch des Naturparks Altmühltal fest im Blick: (v.li.) Landrat Alexander Anetsberger (1. Stellv. Vorsitzender des Naturparkverband Bayern e.V.), Dr. Hermann Ulm (Landrat Forchheim und 2. Stellv. Vorsitzender des Naturparkverband Bayern e.V.), Heinrich Schmidt (Vorsitzender des Naturparkverbands Bayern) und Staatsminister Thorsten Glauber.                                                                                    Foto: Schmidmeier

 

Naturparke in Bayern

Der Naturparkverband Bayern e.V. ist der Dachverband der bayerischen Naturparke. Auf einem Drittel der Landesfläche setzen sich die 19 bayerischen Naturparke für den Naturschutz und die naturnahe Erholung ein. Sie sind aktiv in der Landschaftspflege, informieren über Natur und Kulturlandschaft und tragen zur Entwicklung ihrer Regionen bei. Naturparke engagieren sich sowohl für die Menschen vor Ort als auch für die vielen Besucher aus Nah und Fern.