Erfolgreicher Fachtag für Pflegeeltern in Eichstätt

16. Oktober 2020 : Irmela Wiemann im Eichstätter Festsaal des Alten Stadttheaters

In Kooperation mit den Jugendämtern Neuburg-Schrobenhausen, Pfaffenhofen und Ingolstadt fand, initiiert vom Pflegekinderdienst des Jugendamtes Eichstätt, im Alten Stadttheater Eichstätt ein pädagogischer Fachtag statt.

 

Albert Weindl, Sozialpädagoge beim Amt für Familie und Jugend Eichstätt, konnte dazu neben vielen Pflegeeltern aus der Region, die im deutschsprachigen Raum versierte und anerkannte Fachfrau und Autorin zahlreicher pädagogischer Fachbücher über Pflegekinder, Irmela Wiemann, begrüßen.

Thema war „Geschwisterbeziehungen bei seelisch verletzten Kindern in Pflegefamilien“.

Irmela Wiemann ging in ihrem Eingangsreferat zunächst auf die Situation von Pflegefamilien im Allgemeinen ein. So hob sie die soziale Bedeutung und die große Aufgabe von Pflegefamilien im gesellschaftlichen Bereich hervor.

Sie wies darauf hin, dass Pflegeeltern einem Pflegekind gegenüber liebevoller und zugeneigter Ersatz für die leiblichen Eltern sein wollen und müssen, die aus den verschiedensten Gründen nicht in der Lage sind, ihre Erziehungsverantwortung wahrzunehmen. Und dennoch haben Pflegekinder zwei Familien, ihre biologische und ihre soziale.

 

Die Referentin ging auf die Besonderheit in Pflegefamilien ein, wenn die eigenen leiblichen Kinder auf ein ihnen zunächst „unbekanntes“ Pflegekind treffen. Leben in einer Familie leibliche und angenommene Kinder zusammen, so leben sie wie Bruder und Schwester zusammen und es verbindet sie über die Jahre eine große Alltagsvertrautheit. Trotzdem hätten die Geschwister unterschiedliche biologische Wurzeln und unterschiedliche Lebensgeschichten. Dies kann mitunter zu einer besonderen Dynamik führen. Irmela Wiemann, die sich seit vier Jahrzehnten der Thematik „Pflegekind“ widmet, ermunterte und ermutigte die Pflegeeltern dazu, die entgegengesetzten Hintergründe der Kinder zu akzeptieren, damit konstruktiv umzugehen und veranschaulichte dies mit Beispielen aus ihrer Praxis als Familientherapeutin.

Die Pflegeeltern trugen mit Beispielen aus ihrem Alltagsleben mit ihren Kindern zur Verdeutlichung dieser Konstellation bei. So berichtete eine Pflegemutter am Rande der Veranstaltung davon, wie sehr doch auch ihre eigenen Kinder von diesem sozialen Engagement profitieren würden.

 

Wer sich näher und unverbindlich über die Thematik „Pflegekind – einem Kind eine Chance geben“ informieren möchte, kann sich unter den Rufnummern 08421/70-388 oder 70-321 an die Fachkräfte Christine Brandt und Albert Weindl beim Amt für Familie und Jugend Eichstätt wenden.

                                                                             

 Foto: Landkreis Eichstätt

Irmela Wiemann (Bildmitte) informierte auf Einladung des Pflegekinderdienstes des Amts für Familie und Jugend des Landkreises Eichstätt (Christine Brandt, links, Albert Weindl, rechts) die Pflegeeltern aus der Region

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