Gelungene Ausstellungseröffnung des Malers Hans-Joachim Zeidler

12. August 2020 : Er gehörte seit 1972 mit Günter Grass, Curt Mühlenhaupt und weiteren Künstlern zur Gruppe der Berliner Malerpoeten

und hinterließ ein umfassendes Lebenswerk mit phantasievollen und teilweise surrealistisch angehauchten Lithografien, von dem ein repräsentativer Querschnitt nun im Rahmen einer Ausstellung im Foyer des Eichstätter Landratsamtes zu besichtigen ist. Die sehenswerte Schau mit 16 ausgewählten Arbeiten sowie zwei reichbestückten Vitrinen wurde von stellvertretendem Landrat Bernhard Sammiller im Beisein von Solnhofens 1. Bürgermeister Tobias Eberle und Dr. Martin Röper, Wissenschaftlicher Direktor und Kurator des Bürgermeister-Müller-Museums Solnhofen, eröffnet. Im Jahre 2004 stiftete der Maler Hans-Joachim Zeidler nahezu sein komplettes lithografisches Lebenswerk der Gemeinde Solnhofen für das Bürgermeister-Müller-Museum. Ein Ausschnitt dieser Kunststiftung ist nunmehr bis Ende September im Foyer des Landratsamtes Eichstätt zu sehen.

 

Zeidler pflegte eine freundschaftliche Verbundenheit mit Fossiliensammlern, so kam er in Kontakt mit der Region Solnhofen. Die Schenkung mit 139 Lithografien gilt als nahezu vollständiges Lithografieschaffen des Künstlers, das in dieser Form nur einmal in einem Museum als unwiederbringliches Kulturgut vorhanden ist. In seinen letzten Lebensjahren erweiterte der 2010 verstorbene Künstler seine Stiftung u.a. mit Temperabildern, Strandcollagen und Skizzenbüchern, so dass das Solnhofener Museum einen reichen künstlerischen Fundus präsentieren kann. „Ich freue mich sehr, dass seit heute auch in Eichstätt ein Teil dieses Stiftungsschatzes der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, besitzt die Kunststiftung eine grundlegende Bedeutung für die Darstellung der Lithografie in der Eichstätter und Solnhofener Steinregion“, betonte stellvertretender Landrat Bernhard Sammiller in seiner Eröffnungsrede. Zeidler sei von der Berliner Ruinenlandschaft geprägt, schon in seiner ersten Ausstellung entdeckte er seinen bizarr-realistischen Stil und seine Vorliebe für Fossilien. Sammiller zeigte sich erfreut darüber, dass die Landkreise Eichstätt und Weißenburg-Gunzenhausen nicht nur Kompetenzen in der Natursteinindustrie und im existierenden Stein-Netzwerk Altmühlfranken und im Projekt der „SteinReichen5“ bündeln, sondern nun durch die Ausstellung mit der ehemals Fürstbischöflichen Residenz Eichstätt als Gastgeber einen künstlerischen Austausch pflegen. Solnhofens Bürgermeister Tobias Eberle unterstrich den Mehrwert für Besucher der Residenz, den die „kleine, aber sehr feine Ausstellung“ bringe. Abzüge von den im Landratsamt ausgestellten Bilder können übrigens im Bürgermeister-Müller-Museum Solnhofen käuflich erworben werden.

 

Die Ausstellung läuft bis 30. September 2020, sie kann kostenfrei zu den regulären Öffnungszeiten des Landratsamtes Eichstätt besichtigt werden.                                                                        pp

 

 

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