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„Gelungene Integration klappt nur miteinander“

Slaven Boban seit Frühjahr neuer Mitarbeiter für Integration im Landratsamt Eichstätt

Er ist seit 1. Februar im Amt und hat sich in seinem Aufgabenbereich bereits bestens eingearbeitet: Slaven Boban, der im Amt für Soziales und Senioren die Nachfolge von Christine Pietsch angetreten hat. Pietsch war als Ehrenamtskoordinatorin für den Bereich Asyl im Landratsamt Eichstätt tätig, bevor sie vor kurzem ans Landratsamt Pfaffenhofen wechselte. Der studierte Geisteswissenschaftler Slaven Boban mit kroatischer Nationalität bringt fundierte Erfahrung aus dem Asylwesen in Garmisch-Partenkirchen mit. „Herr Boban verfügt über Wissen aus Gremienarbeit und Integration, ist aufgeschlossen und besitzt eine ausgeprägte Menschenkenntnis. Sein Aufgabenbereich soll anders strukturiert sein als der seiner Vorgängerin, die schwerpunktmäßig die Ehrenamtlichen in der Asylarbeit koordinierte“, erläutert Frank Schneider, Sachgebietsleiter des Amtes für Soziales und Senioren beim Landkreis Eichstätt. Boban führt dann den Bereich „Integration“ und soll sein Hauptaugenmerk auf die Bedürfnisse der sog. Zuwanderer in den Kommunen des Landkreises sowie die Integrationsarbeit der Akteure legen.

 

Die Ehrenamtlichen, die in den vergangenen Jahren mit großem Engagement im Bereich der Asylarbeit tätig waren, ziehen sich nach und nach zurück. „Die Arbeit mit den Zuwanderern ist eine große Herausforderung für die Politik und auch hier im Landkreis. Meine Stelle ist der Versuch, auf der Höhe der Zeit zu sein und auf die wachsenden Änderungen in der Gesellschaft rasch und kompetent reagieren zu können“, so Slaven Boban. Wichtig ist dem perfekt deutsch sprechenden 26-Jährigen die Feststellung, dass es „keine gesunde Gesellschaft ohne gesunde Persönlichkeiten gibt – und keine gesunde Persönlichkeit ohne Eigenverantwortung“. Er appelliert auch an die Migranten, bereit zu sein, Konsequenzen zu tragen: „Wir behandeln alle anerkannten Asylbewerber als auch Ausländer analog zu den deutschen Staatsbürgern gleich mit ihren Rechten und auch Pflichten. Ich helfe und unterstütze, leiste Hilfe zur Selbsthilfe“, bekräftigt Boban. Wichtig sei der Wille zur Integration bei denjenigen, die hier im Landkreis Asyl gefunden haben. Wer integrationswillig und -fähig sei, dem solle geholfen werden, seinen Platz in der Gesellschaft zu finden – „und dafür stehe ich als Ansprechpartner in der Netzwerkstelle Asyl und Integration zur Verfügung“. Slaven Boban ist nicht nur für die vom Landkreis eingesetzten „Kümmerer“ vor Ort und „Integrationskoordinatoren“ zuständig, sondern auch für einzelne Bürger genauso wie für Initiativen, Institutionen, Behörden etc. ein Ansprechpartner. „Ich möchte Kooperationspartner für alle Akteure und auch Ehrenamtliche auf dem Feld der Integration sein, denn nur in der Zusammenarbeit aller mit gleichem Ziel kann die Integration gelingen.“

 

In der Folgezeit plant Slaven Boban u.a. das Erarbeiten von Integrationsstrukturen, die Erarbeitung, Weiterentwicklung und Umsetzung eines landkreisweiten Integrationskonzeptes sowie eines Integrationsfahrplanes. „Der Integrationsmarathon im Landkreis Eichstätt hat gerade erst begonnen“, sagt Boban. „Alle Gemeinden sollen möglichst an einem Strang ziehen. Eine Integrationsfreundlichkeit ist Grundlage einer erfolgreichen Integration, eine gelungene Integration kann Kommunen wirtschaftlich, kulturell und sozial bereichern, wenn man sich vergegenwärtigt, dass Migration keine Momentaufnahme und Flüchtlinge primär keine Gastarbeiter sind.“ Integration sei ein „Fachwissen an sich“, mit eigenen Gesetzen, Herausforderungen und Aufgaben. Mit Slaven Boban bietet der Landkreis Eichstätt einen strategisch denkenden Ansprechpartner, der Integration als Querschnittaufgabe sieht und der die Zielgruppe Migranten und deren Bedürfnisse genau kennt und praxisbezogen auf die Situationen vor Ort eingehen kann. Ängste vor Parallelgesellschaften in der Bevölkerung erhielten so keinerlei Nahrung mehr.

 

Die Integration von Zugewanderten mit Bestätigung der Neuausrichtung und Beauftragung der Erstellung eines Integrationskonzepts für den Landkreis Eichstätt wird bereits in den nächsten Sitzungen des Kreisausschusses und des Kreistages am 23. Juli 2018 behandelt werden.                                                                                                                                                                                pp

 

Freuen sich über eine gelungene Nachfolgeregelung: (v. li.) Sachgebietsleiter Frank Schneider, Abteilungsleiterin Diana Gehrhardt, Slaven Boban, Landrat Anton Knapp und Fachbereichsleiter Christian Tontarra.                                                                                         

                                                                                                                                                                                                          Foto: Preis

Kategorien: Presse