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„Gemeinsam für mehr Kinderschutz“

Fachtag für sicheres Handeln bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung

Im Landratsamt Eichstätt fand ein Fachtag für Trägervertretungen, Leitungen und pädagogisches Personal von Kindertageseinrichtungen im Landkreis zum Thema Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung statt. 45 pädagogische Fachkräfte waren der Einladung von Claudia Frensch-Rosenow, Fachberaterin für Kindertageseinrichtungen des Amtes für Familie und Jugend des Landkreises gefolgt, um sich über Erkennen und richtiges Handeln bei Kindeswohlgefährdung zu schulen. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen erwartete eine interessante und aufschlussreiche Veranstaltung.

 

Zu Beginn führte Siegmund Hammel, langjähriger Jugendamtsleiter, an, dass das Bild „Das Jugendamt nehme sofort die Kinder weg" schon lange nicht mehr der Wirklichkeit entspreche. Der überwiegende Teil der Arbeit in der Jugendhilfe laufe in Kooperation mit den Eltern und den involvierten Einrichtungen ab. Umso früher und konkreter man von Gefährdungsmomenten für Kinder erfahre, umso schneller und besser könne man den Familien und insbesondere den betroffenen Kindern helfen. Deshalb sei die vertrauensvolle und klar definierte Zusammenarbeit mit den Kindertageseinrichtungen, wie sie bereits seit Jahren in den Vereinbarungen zwischen dem Amt für Familie und Jugend und den Einrichtungsträgern zur Sicherstellung des Kinderschutzes festgelegt sei, so wichtig für das Handeln aller Beteiligten.  Neben den gesetzlichen Vorgaben, Aufgaben des Jugendamtes und dem Handlungsablauf bei einer Gefährdungsmeldung, ging Herr Hammel immer wieder auf Fragen der pädagogischen Kräfte ein. Nach einer kurzen Pause erhielten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen einen weiteren fachlichen Input von Maria Reif, Leiterin des Fachteams Allgemeiner Sozialdienst. Die erfahrene Mitarbeiterin des Jugendamtes ging speziell auf die Anzeichen von Kindeswohlgefährdung, die konkrete Vorgehensweise bei Verdachtsmomenten und die notwendigen Inhalte bei einer Meldung ans Jugendamt ein. Neben der Nennung geeigneter Ansprechpartnern in der Verwaltung mit den zugehörigen Kontaktdaten konnten sich die Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen aus den Bereichen Krippe, Kindergarten und Hort anhand von Praxisbeispielen und Fragestellungen tiefer mit dem Thema Kinderschutz beschäftigen. Ein reger Austausch rundete den informativen und sehr gelungenen Fachtag ab. 

 

Kategorien: Presse