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Gestärkt von Anfang an: Wie kann Resilienz gefördert werden?

Fachtagung im März - KoKi-Netzwerke ziehen an einem Strang

Stress und Krisen gehören zum Leben: Ob wir verzweifeln oder gestärkt daraus hervorgehen, hängt von vielen Faktoren ab. Der Grundstein für die Art und Weise wie Menschen mit belastenden Lebensumständen umgehen, wird bereits in der frühen Kindheit gelegt. Seelische Widerstandskraft ist dabei nicht angeboren, sondern braucht verschiedene Bedingungen und Voraussetzungen. Insbesondere das Konzept der Resilienz rückt hierbei in den Fokus. Mit Resilienz wird die Fähigkeit verstanden, mit belastenden Situationen und Krise umzugehen und sie erfolgreich zu bewältigen. Resilienz ist somit einer der wichtigsten Schutzfaktoren für die gesunde seelische Entwicklung.

 

Das Konzept der Resilienz hat in den letzten Jahren eine breite Beachtung in Fachdiskussionen gefunden. Aufgrund der Aktualität des Themas kooperieren die Koordinierenden Kinderschutzstellen (KoKi – Netzwerk Frühe Kindheit) der Landkreise Weißenburg/Gunzenhausen, Eichstätt, Roth und der Stadt Schwabach. Die Fachkräfte haben sich zusammengeschlossen, um einen überregionalen Fachtag zu organisieren. Die Veranstaltung mit dem Titel „Gestärkt von Anfang an - Wie kann Resilienz gefördert werden?“ findet am Mittwoch, den 13. März 2019 von 13 bis 17 Uhr in der Stadthalle Treuchtlingen statt und richtet sich an Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen, aus der Jugendhilfe, aus den Kindertageseinrichtungen und aus den unterschiedlichen Beratungsstellen. Es ist den Organisatorinnen gelungen, Prof. Dr. Fröhlich-Gildhoff, den wohl führendsten Wissenschaftler auf dem Gebiet der Resilienzförderung, als Hauptreferenten für den Fachtag zu gewinnen. Der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut ist Leiter am Zentrum für Kinder- und Jugendforschung der Evang. Hochschule Freiburg und entwickelt seit mehr als zehn Jahren entsprechende Konzepte zum Thema Resilienz.

 

Neben dem Fachvortrag von Prof. Dr. Fröhlich-Gildhoff wird anschließend in drei Workshops die Thematik mit dem Blick auf Kinder, Eltern und Fachkräfte vertieft und die konkreten Möglichkeiten der Umsetzung beleuchtet. Dafür konnten neben dem Hauptreferenten zusätzlich Frau Lippert (Sozialpädagogin, Systemische Therapeutin, Integrale Eltern-Säuglings-/Kleinkind-Beraterin) und Herr Mangold (Kinder- und Jugendpsychiater, Ärztlicher Psychotherapeut, Achtsamkeitslehrer) als Fachkräfte zur Vertiefung eingeladen werden. Gemeinsam mit den Teilnehmenden möchten die vier KoKis den Blick darauf richten, wie innere Stärke und seelische Widerstandsfähigkeit in der frühen Kindheit gefördert werden kann bzw. was Kinder von Anfang an brauchen, um den Herausforderungen des Lebens gewachsen zu sein. Hierzu werden wissenschaftlich gesicherte Grundlagen der Resilienzforschung vorgestellt.

 

Obwohl die Grundlagen von Resilienz in der frühen Kindheit angelegt sind, versteht sich Resilienz als dynamischer Anpassungs- und Entwicklungsprozess. Auch zu einem späteren Zeitpunkt können durchaus Resilienzfaktoren weiterentwickelt und gestärkt werden. Somit ist das Anliegen der Organisatorinnen auch zu betrachten, was für Eltern und pädagogische Fachkräfte wichtig ist, um trotz Alltagsstress und Krisen gesund und handlungsfähig zu bleiben. Allen Veranstaltenden liegt das Thema zugrunde, wie Menschen seelisch gesund und glücklich bleiben, getreu dem Motto Astrid Lindgrens und ihrer Pippi Langstrumpf „Lass Dich nicht unterkriegen. Sei frech und wild und wunderbar“.

 

Weitere Informationen zum Thema gibt es für Interessierte unter KoKi Eichstätt, Telefon 08421/70-181 oder -390. Anmeldungen für die Fachtagung nimmt die KoKi Weißenburg/Gunzenhausen entgegen unter Tel. (09141/902-188/-189), Fax: 09141/902-7188/-7189, E-Mail: koki.lra@landkreis-wug.de.

 

Foto: Landkreis Eichstätt

Kategorien: Presse