Landkreis Eichstätt Landkreis Eichstätt
Landratsamt Eichstätt
Ausgezeichnete Rad- und Wanderwege
Bootfahren auf der Altmühl
Dienstleistungszentrum Lenting
Residenzplatz Eichstätt
Traumhaftes Altmühltal

Internationale Jugendbegegnung InterNatureNet

Ein Erfolg auf ganzer Linie – „Das muss weitergehen!“

Ein zentraler Punkt der internationalen Jugendbegegnung „InterNatureNet - respect nature, humans, yourself“ war die Teilnahme von acht unbegleiteten Geflüchteten, die zur deutschen Gruppe aus dem Landkreis Eichstätt gehörten und Gleichaltrigen aus Portugal und Frankreich begegneten. Die Teilnehmer zwischen 15 und 19 Jahren beschäftigen sich neun Tage lang intensiv mit nachhaltiger, bewusster und achtsamer Lebensführung und dem Umgang mit natürlichen, gesellschaftlichen und eigenen Ressourcen. Dabei reflektierten sie den eigenen Lebensstil und entwickelten gemeinsam kleine Schritte, die jeder Einzelne in seinem Alltag umsetzen kann, um nachhaltiger und bewusster zu leben. Ebenso im Fokus standen das Erlernen von interkulturellen Kompetenzen und die Schaffung von Bewusstsein für Solidarität und länderübergreifende Verantwortung im Kontext von Nachhaltigkeit und Fluchtursachen. Die Teilnehmer entwickelten nicht nur Lösungsansätze für ein nachhaltigeres Miteinander, sondern produzierten dazu über ausgewählte Themen sehr kreative Video-Tutorials, mit denen nachhaltige Ansätze und Verhaltensweisen in die Jugend und Jugendarbeit transportiert werden sollen. Die dabei entstandenen Videos können auf dem Kanal der Kommunalen Jugendarbeit des Landkreises Eichstätt (https://www.youtube.com/user/KoJaEichstaett) angesehen werden.

Die Einbeziehung der jungen Geflüchteten sei, so Theresa Burger, kommunale Jugendpflegerin, ein voller Erfolg und eine Bereicherung für alle gewesen. Die kulturelle Vielfalt und die Erfahrungen, welche die geflüchteten Jungs mitbrachten, seien von unschätzbarem Wert. Auch die Geflüchteten profitierten von der Erfahrung, dass keiner der Teilnehmer sich in der Gruppe in seiner Muttersprache verständlich machen konnte und die kulturellen Gepflogenheiten der anderen keinesfalls völlig klar waren. Dies führte dazu, dass sich alle Teilnehmer auf gleicher Augenhöhe begegneten und sich gegenseitig helfen mussten, zu verstehen und eine gemeinsame Kultur des Miteinanders zu entwickeln.

Innerhalb kürzester Zeit wuchs die Gruppe so zu einer Gemeinschaft zusammen, deren Miteinander von gegenseitigem Verständnis, Kooperations- und Hilfsbereitschaft, Freundschaft und Freude geprägt war. Die Teilnehmer waren immer begeistert bei der Sache, arbeiteten stets motiviert und bestens gelaunt an den Themen, halfen fleißig bei den täglich anfallenden Arbeiten mit und bereicherten das Programm mit eigenen Ideen und Inputs. „Noch nie haben wir als betreuende Fachkräfte ein Jugendprojekt erlebt, bei dem eine solch positive Grundstimmung herrschte und bei dem wir als Betreuer und Anleiter so entspannt, stressfrei und achtsam unsere Arbeit gestalten konnten“, so Claudia Treffer, kommunale Jugendpflegerin. „Tatsächlich konnten wir gemeinsam nicht nur alle gesetzten Ziele erfüllen, das Projekt war außerdem ein solcher Erfolg, dass die deutsche Gruppe unbedingt weiter als Gemeinschaft am Thema arbeiten möchte“.

Mit dem durch die Teilnehmer selbst entwickelten Motto „Change yourself to change the world“ wird sich daher ein Folgeprojekt anschließen. Schon bald bietet die Kommunale Jugendarbeit dazu ein Planungswochenende im Jugendübernachtungshaus Schloss Pfünz an. Am 8. und 9. Oktober werden sich interessierte Jugendliche und junge Erwachsene mit den Fragen beschäftigen: Wie können wir ganz praktisch in unserem Leben dazu beitragen, dass die Welt etwas besser wird? Was hat ein nachhaltiger Lebensstil mit globalen Missständen, wie z.B. Fluchtursachen zu tun? Was bedeutet eigentlich Nachhaltigkeit? Wie können wir gemeinsam etwas verändern und auch andere junge Leute dazu bringen, nachhaltiger zu leben? Wie können wir zusammen in Frieden und Toleranz leben, egal woher wir kommen? Die Ergebnisse sollen dann anderen Jugendlichen und auch Jugendgruppen vermittelt werden. Dabei werden alle kreativen Möglichkeiten ausgeschöpft, auf die die Teilnehmer Lust haben: Produktion von Videos, Theater, Musik, Rap, Kochen, Tanz etc. Theresa Burger meint: „Alles ist möglich - Hauptsache der Spaß kommt nicht zu kurz!“. Interessierte – insbesondere auch Vertreter der Jugendverbände aus dem Landkreis Eichstätt - können sich ab sofort anmelden oder jederzeit bei den Mitarbeiterinnen der KoJa näher informieren: Tel: 08421-70318 oder theresa.burger@lra-ei.bayern.de.

Foto: KoJa

Kategorien: Presse

Internationale Jugendbegegnung