Landkreis Eichstätt Landkreis Eichstätt
Residenzplatz Eichstätt
Landratsamt Eichstätt
Badesee im Landkreis
Kratzmühle Kinding
Wacholderheide Walting
Villa Rustica Möckenlohe
Willibaldsburg Eichstätt

Jugendpreisverleihung des Landkreises – ein Fest für die Jugendarbeit!

Publikumspreis für die besten Jugendprojekte: Online-Voting bis zum 26. Mai möglich

Jugendgruppen aus dem Landkreis können online für ihren Favoriten abstimmen

Am 29. Mai 2019 lädt die Kommunale Jugendarbeit wieder zur feierlichen Jugendpreisverleihung des Landkreises in das Alte Stadttheater Eichstätt ein. Dann werden sich einige der zehn nominierten Jugendgruppen darüber freuen können, von Landrat Anton Knapp Preise entgegen zu nehmen. Einer davon ist der Publikumspreis. Unter www.jugendarbeit-ei.de können alle Kinder- und Jugendgruppen aus Verbänden und Vereinen des Landkreises bis zum 26. Mai online je eine Stimme für ihr favorisiertes Projekt abgeben. Zudem erhält jede abstimmende Gruppe nicht nur eine Einladung zur feierlichen Preisverleihung, sondern kann mit ein bisschen Glück auch einen tollen Gruppenpreis gewinnen. Die Verlosung findet am Abend der Preisverleihung statt.

 

Ab jetzt kann für folgende Gruppen mit ihren Projekten gestimmt werden:

 

 

Jugendgemeinschaft Schernfeld e.V.: Gipfelkreuz

Der Berg, der beim Aushub des Steinbruchs und durch die Aufschüttung von Bauschutt in Schernfeld entstanden ist, wurde in den letzten Jahren von mehreren Ortsgruppen zum Naherholungsgebiet aufgewertet. Auch die Jugendgemeinschaft wollte ihren Beitrag zur Gestaltung leisten und so entstand im Kontakt mit dem Künstler Raphael Graf  die Idee, den Aussichtsberg durch eine Kunstskulptur zu beleben. „Ein Wegkreuz der besonderen Art an einem besonderen Ort“ sollte entstehen. Die Idee wurde weiterentwickelt und schließlich durch die Vereinsmitglieder in Zusammenarbeit mit ortsansässigen Firmen und der Unterstützung durch die Gemeinde in die Tat umgesetzt. Das Kreuz wurde aus alten Kirchenglocken-Klöppeln zusammengeschweißt, der Fuß lackiert und die Klöppel zum Teil vergoldet. So entstand ein 4,20 m hohes Gipfelkreuz.

 

KLJB Altmannstein-Berghausen: Pavillons für das Altenheim Maria Rast

  

Da sich der Jugendraum der KLJB in unmittelbarer Nähe zum Altenheim befindet, hat sich die Jugendgruppe bereits 2017 im Rahmen der Aktion Zeit für Helden am Abbau der morschen Pavillons und anderer Gartenarbeiten beteiligt. Die Pavillons waren für die Bewohner des Altenheims bisher ein wichtiger Ort um sich auszuruhen, Kontakte zu pflegen und die Zeit an der frischen Luft zu genießen. Daher hat sich die Jugendgruppe der KLJB bereit erklärt die Planung und den Aufbau neuer Pavillons zu übernehmen.

 

 

Kolpingsfamilie Kösching: Wir bauen eine Stadt aus Lego

 

Welche Gebäude sind für eine Gemeinschaft wichtig? Damit befassten sich 40 Kinder im Rahmen des Köschinger Ferienspaßes. Unter Anleitung gestalteten sie in kleinen Teams eine fiktive Stadt aus Lego. Dabei waren der Fantasie keine Grenzen gesetzt. So entstanden neben einem Rummelplatz auch Abschussrampen für Spaceshuttles und Mondraketen. Die Kinder und Jugendlichen konnten erleben, welche sozialen und politischen Gebäude für das funktionierende Zusammenleben wichtig sind und welchen Einfluss sie auf die Gemeinschaft haben. Neben Spiel und Spaß sollte bei diesem Projekt das ökologische Bewusstsein und die Entwicklung zukunftsfähiger Lebensstile, sowie gesellschaftliches Engagement und Interesse, aber auch die Zusammenarbeit im Team gefördert werden. 

Kreisjugendring: U-18-Wahl

Am 5. Oktober 2018 fand die U18 Wahl zur Landtagswahl für Kinder und Jugendliche im Landkreis Eichstätt statt. Organisiert und durchgeführt wurde die Aktion vom Kreisjugendring Eichstätt, mit dem Ziel die Partizipation junger Menschen am demokratischen Leben zu fördern. Im Vorfeld wurden Gemeinden, Schulen, Verbände und Einrichtungen der offenen Jugendarbeit durch Informationsveranstaltungen, Podiumsdiskussion und jugendpolitischen Nachmittag über das Projekt informiert. Jugendliche setzten sich mit Fragen zu Themen wie Zusammenleben, Werte- und Normvorstellungen sowie verschiedenen Parteiinhalten und Informationsmöglichkeiten auseinander. Ziel war es demokratische Entscheidungsprozesse mit seinen Ebenen transparent zu machen, sowie Teilnehmende als mündige Bürger auf eine verantwortungsbewusste Teilhabe vorzubereiten. Am Wahltag konnten die Kinder und Jugendlichen in speziell dafür eingerichteten Wahllokalen, oder per Briefwahl abstimmen.

 

 

KSJ Diözesanverband Eichstätt: „VOICEOVER“

„Wie gestaltet sich der Alltag für Menschen mit psychischen Erkrankungen?“ Diese Frage stellten sich die Mitglieder der katholischen studierenden Jugend Eichstätt. Zusammen mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst der Caritas-Kreisstelle in Eichstätt und EDEKA konzipierte die Gruppe zu diesem Thema die Erlebnisausstellung VOICEOVER.

Die Gruppe setzte sich zum Ziel, die Sensibilität für Menschen mit psychotischen Erkrankungen zu stärken. Um die Auswirkungen möglichst realistisch nachempfinden zu können, wurden die Teilnehmer mit Kopfhörern und einem Einkaufszettel ausgestattet. Eine zuvor aufgenommene Audiodatei beschallte die Teilnehmer gleichzeitig durch verschiedene Stimmen mit Inhalten wie „du bist wertlos, vergiss die Nudeln nicht schon wieder“, oder „du bekommst doch nie etwas auf die Reihe.“ Zudem wurden die Einkäufer von dunklen Gestalten beobachtet und verfolgt, während sie nach den Gegenständen auf ihrem Einkaufszettel suchten. Es sollte erfahrbar gemacht werden wie es sich anfühlt unter einer psychischen Störung zu leiden, wie sich dadurch die Wahrnehmung der eigenen Welt verändert und wie die Umwelt darauf reagiert.

Im Anschluss konnten die Teilnehmer ihre eindrücklichen Erfahrungen mit psychiatrischen Fachkräften reflektieren und austauschen.

 

Malteser Jugend Eichstätt: „Back in time – crossing generations“

Das generationenübergreifende Projekt „Back in time – crossing generations“ ist ein Backprojekt mit dem Ziel junge und ältere Menschen in einem freizeitlichen Rahmen zusammenzubringen. Da der Austausch im Alltag häufig nicht mehr so gegeben ist wie früher, organisierte die Malteser Jugend ein Projekt, bei dem die jüngere Generation von den Erfahrungen der Älteren profitieren kann. Das Alter der Backlehrlinge reichte vom Grundschulalter bis zum Studierenden. Bei den älteren Backprofis gab es keine Altersbegrenzung. Dadurch entstand ein breites und interessantes Altersspektrum. Die „Backtalente“ (der/die Senioren*innen) brachten Rezepte in das Projekt mit ein. Während des Backens und auch im Anschluss war nicht nur Zeit zum Austausch von Backkenntnissen sondern auch Raum für gegenseitiges Kennenlernen sowie dem Erzählen von „Geschichten und Erlebnissen aus der Vergangenheit“. Natürlich wurde das Backwerk im Anschluss gemeinsam verspeist.

 

 

Studierende der KU Eichstätt: „Kapuzinergarten“

Der Kapuzinergarten, direkt am Kapuzinerkloster in Eichstätt, hat eine lange Tradition und gehört schon lange zum Stadtbild Eichstätts. Um den Garten vor der Zerstörung und Verwahrlosung zu bewahren starteten Studierende der Katholischen Universität und einige Bürger von Eichstätt 2011 das Projekt Kapuzinergarten Eden.

Sie riefen den AK Kapuzinergarten Eden ins Leben und widmeten sich der Wiederurbarmachung des ehemaligen Klostergartens. Es wurden Beete angelegt, Pflanzen, Hecken sowie Obstbäume gepflegt und geschnitten und so ein Ort wiederbelebt an dem schon seit Jahrhunderten gemeinsam  gegärtnert wird.

In der freien Gartengruppe lernen die Teilnehmenden nicht nur das Planen, den Anbau und die Pflege von Obst und Gemüse, sondern auch den nachhaltigen und ökologischen Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen. Die Gartengruppe trifft sich zweimal wöchentlich und organisiert regelmäßig Events zur Weiterbildung. Das Projekt Kapuzinergarten Eden bietet allen Menschen in Eichstätt und Umgebung die Möglichkeit in einer offenen Gemeinschaft Obst und Gemüse anzubauen und zu ernten. Besonders junge Menschen treffen sich dort und profitieren von der gemeinsamen Arbeit im Garten und lernen dabei viel über Ernährung, Nachhaltigkeit und Natur.

 

 

Am Plakatwettbewerb 18/19 haben sich drei Gruppen beteiligt. Diese setzten sich intensiv mit der Frage auseinander „Wann und warum sollten sich Menschen einmischen?“:

Ministranten St. Oswald Hepberg: „Gebrüll gegen Plastikmüll“

In den Gesprächen während der Gruppenstunden wurde deutlich, dass Plastikmüll als zunehmend problematisches Thema nicht mehr ignoriert werden darf. Vor allem durch die „Fridays for Future“ und den Instagram-Künstler Vincent Mock wurden die Ministranten auf die Situation aufmerksam. Aber auch persönliche Erfahrungen im Urlaub oder Fakten und Daten wie die Sterberate von Tieren aufgrund von Plastikteilen beschäftigten die Jugendlichen.  So setzten sich die Ministranten zusammen und entwickelten Ideen, wie man sich hier einmischen kann. Diese Ideen wurden mit viel Kreativität auf dem eingereichten Plakat festgehalten.

 

 

Kinderdorf Marienstein: „Wau dich frei“

Auf die Frage „wann und warum sollten sich Menschen einmischen?“ gibt es für die Jugendlichen aus der Gruppe Hundeblick des Kinderdorfs Marienstein eine klare Antwort: „weil Hunde in Rumänien unfair behandelt werden.“ Sie werden eingesperrt, man lässt sie verhungern, oder sie beißen sich auf Grund des Stresspegels gegenseitig tot. Als Menschen, vor allem in einem der reichsten Länder der Welt, sind wir dazu verpflichtet zu helfen, finden die Jugendlichen der Kleingruppe aus Marienstein. Die Jugendlichen machen auf die Situation der Hunde in Rumänien aufmerksam, indem sie Spendenaktionen organisieren und damit ein Tierheim in Alerheim unterstützten, das sich speziell um rumänische „Streuner“ kümmert. Auf dem Plakat sind Bilder von betroffenen rumänischen Shelters zu sehen.

 

 

Jugendtreff Wettstetten: „Achtsamkeit“

„Macht es Sinn sich einzumischen und kann ich als einzelne*r überhaupt irgendwas bewirken?“ Unter diesem Aufhänger begannen die Jugendlichen aus dem Jugendtreff Wettstetten zu diskutieren und gelangten dadurch zu der Erkenntnis, dass man alles von einer negativen und einer positiven Perspektive aus betrachten kann. Doch während die negative Sicht auf die Dinge häufig lähmt und blockiert, gelangt man durch eine positive Sicht zumeist ins Handeln, gewinnt neue Ideen und Lösungsmöglichkeiten. Diese beiden Seiten werden auf dem Plakat dargestellt. Die linke negative Seite zeigt was eine resignierende Haltung auslöst, während die rechte Seite aufzeigt was entsteht, wenn man mit sich, seiner Haltung und den Mitmenschen achtsam ist. 

 

 

 

Alle Fotos: Landkreis Eichstätt

 

 

Kategorien: Presse