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Kooperationsvertrag über Insolvenzberatung geschlossen

Landkreis Eichstätt arbeitet mit Caritasverband und Diakonie Ingolstadt zusammen

Wappen Landkreis Eichstätt

Eichstätt (pp) Einen Kooperationsvertrag über den Betrieb und die Förderung der Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle im Landkreis Eichstätt hat der Landkreis Eichstätt mit dem Diözesan-Caritasverband  Eichstätt e.V. sowie dem Diakonischen Werk Ingolstadt e.V. geschlossen und per Vertrag besiegelt. Mit der neuen Kooperation soll Finanzierung und Expertenwissen weiterhin gebündelt und in die Zukunft getragen werden. Landrat Anton Knapp zeigte sich ebenso wie Caritasdirektor Alfred Frank und Diakonie-Vorstand Christof Bayer bei der Vertragsunterzeichnung erfreut über die neue Vereinbarung.

 

Wenn die Verschuldung zur Überschuldung und damit zum Problem wird, dann kann eine Beratungsstelle wertvolle Hilfe leisten, denn Geldschulden können Existenzen, Familien und Leben zerstören. Die Insolvenzberatung hilft Menschen mit Schulden und finanziellen Problemen, den Weg aus der Verschuldung zu finden. Aktuell finanziert der Landkreis sowohl die Beratungsstelle der Caritas wie auch der Diakonie mit jährlich insgesamt 50.000 Euro. Die Insolvenzberatung ist eine staatliche Aufgabe, die die Träger bisher in Form von Pauschalen abrechneten. Seit diesem Jahr wurde diese Aufgabe an die Landkreise delegiert, die die Insolvenzberatung sicherstellen. „Somit wird die bisherige Zusammenarbeit mit Caritas und Diakonie in der Schuldnerberatung nun auf die Insolvenzberatung ausgeweitet“, erläutert Frank Schneider, Sachgebietsleiter des Amtes für Soziales und Senioren im Landratsamt Eichstätt. Die Überschuldungsquote von Privatpersonen sei bundesweit erneut leicht gestiegen, aktuell liegt sie bei rund 9,9 Prozent (bayernweit bei knapp über 7 Prozent), wie das Memorandum „Schuldner- und Insolvenzberatung in Bayern“ der Landesgemeinschaft der öffentlichen und freien Wohlfahrtspflege in Bayern mit Sitz in München mitteilt. Aufgrund der wachsenden Fallzahlen, aber auch der qualitativen Veränderung bei der Verschuldungssituation von jungen Leuten und Personen mit hoher Verschuldungsintensität sowie der Zunahme der überschuldeten Menschen mit Multiproblemlagen, steigen die inhaltlichen, qualitativen wie auch quantitativen Anforderungen an die Schuldner- und Insolvenzberatung massiv an.

 

Ziel der neuen Zusammenarbeit von Landkreis, Caritas und Diakonie ist es, dass ein Berater sowohl Schuldnerberatung als auch Insolvenzberatung übernimmt, da die Verfahren verwoben sind. Mit der Delegation der bislang staatlichen Insolvenzberatung auf die kreisfreien Städte und Landkreise wird die bisherige Förderung der Insolvenzberatungsstellen durch den Freistaat im Wege von Fallpauschalen durch ein Kostenerstattungsverfahren gegenüber den kreisfreien Städten und Landkreisen abgelöst. Diese sind für die Sicherstellung der Insolvenzberatung in Bayern zuständig und halten hierfür eigene oder beauftragte geeignete Stellen vor. „Ziel unserer neuen Vereinbarung ist die für den Landkreis Eichstätt flächendeckende Sicherstellung der Schuldner- und Insolvenzberatung von ver- und überschuldeten Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen einer ganzheitlichen Schuldnerberatung aus einer Hand. Die Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen von Caritas und Diakonie sind bereits als geeignete Stelle anerkannt und üben die Beratung mit der nötigen Fachlichkeit und Erfahrung aus“, unterstreicht Landrat Anton Knapp. Die Delegation der Insolvenzberatung und damit die vollständige Zusammenlegung von Schuldner- und Insolvenzberatung im Freistaat sei ein bedeutendes sozial-, finanz- und kommunalpolitisches Vorhaben. Es können hier Synergieeffekte genutzt werden, die eine Beratung aus einer Hand garantiert – „dies kommt letztendlich wieder allen Klienten zugute und gewährleistet eine weiterhin qualitativ hochwertige Beratung“, resümiert Sachgebietsleiter Frank Schneider.

 

Foto: Preis

Besiegelung einer neuen Kooperation: Landrat Anton Knapp (Mitte) zusammen mit Caritasdirektor Alfred Frank (re.) und dem Vorstand der Diakonie Ingolstadt, Christof Bayer.                                                                                                                                           

Kategorien: Presse