„Leuchtturmprojekt in Sachen Nachhaltigkeit und Ökologie“ Erfolgreicher Spatenstich für neues Dienstleistungszentrum des Landkreises in Eichstätt

Landrat Alexander Anetsberger hat im Beisein von Kreistagsmitgliedern, Architekten und Planern an der Eichstätter Gemmingenstraße 4 mit dem Spatenstich den Startschuss für den offiziellen

Baubeginn des neuen Dienstleistungszentrums des Landkreises gegeben. Ab Frühjahr 2024 sollen hier moderne Räumlichkeiten für rund 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und eine zentrale Anlaufstelle für Ämter und Fachbereiche entstehen, die derzeit in Außenstellen des Landratsamtes sehr verstreut im gesamten Stadtgebiet untergebracht sind, beispielsweise das Gesundheitsamt und die Betreuungsstelle, der Fachbereich Asylwesen, das Sachgebiet Ausländerwesen, das Amt für Familie und Jugend, der Fachbereich Soziale Sicherung und Integration sowie das Verkehrswesen und Teile der Hauptverwaltung mit Post und EDV. „Die seit Jahren angespannte räumliche Situation in unseren Verwaltungsgebäuden muss dringend entschärft werden, denn auch die Pandemie und die stellenweise Auslagerung von Arbeiten ins Homeoffice haben gezeigt, dass nicht alles im Homeoffice abwickelbar ist“, so der Landkreischef. Anetsberger dankte der Stadt Eichstätt und allen am Bau beteiligten Verantwortlichen dafür, dass die Pläne nun entsprechend den Erfordernissen umgesetzt und damit die Kreisstadt gestärkt werden kann.
 
„Auch wollen wir künftig unsere Dienste und Serviceangebote zusammenführen, wo es nur geht, um als Behörde noch bürgerfreundlicher und als Arbeitgeber noch attraktiver zu werden“, betonte Anetsberger beim Spatenstich. Hauptanliegen als Kreisverwaltungsbehörde sei es stets, für die Bevölkerung gut erreichbar zu sein, Wege für den Bürger zu vereinfachen und möglichst nur einen einzigen Anlaufpunkt für wichtige Behördengänge zu bieten. Das geplante Dienstleistungszentrum biete hierzu aufgrund seiner zentralen Lage beste Voraussetzungen dazu – und das Gebäude sei in seiner Dimension absolut notwendig.
 
Die Investitionskosten betragen rund 18,9 Millionen Euro. Es entsteht ein dreigliedriger Bau, dessen einzelne, leicht versetzte Baukörper durch Glasbauten mit integrierten Treppenhäusern miteinander verbunden sind. Nach Beschluss des Kreisausschusses wird das Gebäude von einem Generalübernehmer schlüsselfertig errichtet, was dem Landkreis eine Zeit- und Kostensicherheit garantiert. Die Eichstätter Baufirma Martin Meier, die sich für das Projekt gemeinsam mit dem Ingenieurbüro Hubert + Freihart zu einer Arbeitsgemeinschaft (ARGE) zusammengeschlossen und im Rahmen der europaweiten Ausschreibung den Zuschlag bekommen hatte, wird die Gebäudlichkeiten errichten. Die Bereiche Nachhaltigkeit und Ökologie spielen beim Neubau eine besonders große Rolle: So finden beim Bau nachhaltige Rohstoffe Anwendung, u.a. im Bereich der Dämmung, es gibt eine Natursteinfassade und recycelte Baumaterialien wie die mit Holzspänen gefüllte Ziegel und Recyclingbeton. Das Gebäude ist auch weiterhin durch Photovoltaikanlagen und eine extrem effiziente Gebäudetechnik mit Wärmerückgewinnung besonders nachhaltig. „Wir über-erfüllen sogar die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes sogar hinsichtlich Stromertrag aus Photovoltaik, Endenergiebedarf für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung in Summe, insgesamt gesehen geht uns DLZ gen Nullenergiegebäude“, unterstrich Landrat Anetsberger, der von einem „Leuchtturmprojekt in Sachen Nachhaltigkeit und Ökologie“ sprach. Der Landkreis möchte auch künftig am besten nur nach diesem festgelegten Standard bauen. Auf dem Dach wird es eine angemessene Dachbegrünung und eine Wasserrückhaltung für Starkregenereignisse geben. Das Dienstleistungszentrum ist übrigens auch Teil eines gemeinsamen Forschungsprojektes mit der Hochschule München im Baubereich.                                                                                                          pp
 

Foto: Speth

Gelungener Spatenstich für das neue Großprojekt Dienstleistungszentrum Eichstätt mit Landrat, Kommunalpolitikern, Kreistagsmitgliedern, Architekten und Planern.