Moritatensänger unterhielten im Jura-Bauernhof-Museum

Dank an Zenta Schermer

Kreisheimatpfleger Dominik Harrer hatte in Verbindung mit dem „Volksmusiktag Mittendrin“ in Eichstätt ins Jura-Bauernhof-Museum Hofstetten eingeladen und konnte viele Interessierte begrüßen: Viel mehr Besucher als ursprünglich erwartet fanden den Weg ins Museum, um nach einem Jahr Pause wieder einen geselligen Singnachmittag zu erleben, so dass spontan bei Bedarf immer mehr Bänke nachgerüstet wurden. Die Veranstaltung fand im großen Garten hinter dem Museumsgebäude statt, damit ausreichend Platz für die Besucher gegeben war.

 

Vor dem offiziellen Programm stand noch die Ehrung der früheren langjährigen Museumswartin Zenta Schermer an, die durch den Lockdown bis jetzt nicht in einem angemessenen Rahmen stattfinden konnte. Landrat Alexander Anetsberger, zugleich Vorsitzender des Museumsvereins, bedankte sich für die jahrelange tatkräftige Unterstützung bei Frau Schermer und überreichte zum Dank einen großen Blumenstrauß mit einem kleinen Geschenk. Nach 14 Jahren im Dienst des Museums hat Frau Schermer ihr Amt im April an Franz Frank übergeben. Nun ist dieser als Museumswart im Jura-Bauernhof-Museum im Einsatz und durfte bereits die erste größere Veranstaltung erfolgreich durchführen.

 

Die Moritatensänger erheiterten wieder mit Balladen und lustigen Liedern die Gesellschaft. Auch die gerühmten Bildertafeln waren wieder zur Veranschaulichung der moralischen Belehrungen dabei. Ernst Schusser, bekannter Volksmusikpfleger des Bezirks Oberbayern und seit kurzem im Ruhestand, heizte die Stimmung ordentlich an und alle machten mit – zu Gehör kamen u.a. Lieder aus der Region wie „Mir san die Schönsten von da Schui“ von Wastl Biswanger, der mit „seinen“ Grundschulkindern in den 1990-ern die Texte zur volksläufig bekannten Melodie von „Hiatamadl“ entworfen hat. Die Liedertexte fanden sich entweder in dem vom Kulturverein Mittendrin zusammen mit dem Bayerischen Landesverein für Heimatpflege eigens herausgegebenen Heft „Mittendrin – Musi und Gsang aus dem Landkreis Eichstätt“ oder in den kostenlosen Liederheftchen des Volksmusikarchivs. So konnte ein jeder Besucher textsicher dem Gesang der Moritatensänger folgen. Unterstützt wurden diese tatkräftig von der Kapelle „Boarisch Blosn“, die während der Veranstaltung die musikalische Unterhaltung übernahm. Der gesellige Volksmusiknachmittag ist fester Bestandteil der Jahresveranstaltungen im Museum. Für das leibliche Wohl sorgte der Bäuerinnen-Backservice Ingolstadt mit hausgemachten Kuchen und Kaffee. Gleichzeitig konnte die Sonderausstellung „Tracht“ in den kühlen Räumen des Jura-Bauernhof-Museums besichtigt werden.                                                                             pp

 

 

Fotos: Landkreis Eichstätt