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Neue Impulse für die Wanderqualität vor Ort

Naturpark Altmühltal setzt Qualitätsoffensive Wandern bei lokalen Wegen fort

Der Altmühltal-Panoramaweg, vor elf Jahren als Leuchtturmprojekt ins Leben gerufen, steht heute mit seinen Schlaufenwegen stellvertretend für die hohe Wanderqualität im Naturpark Altmühltal. Aber geht die Wanderqualität der Region auch wirklich in die Fläche, halten örtliche Wegenetze, was der Vorzeigeweg verspricht? Diesen Fragen gingen Tourismusverantwortliche und Wanderwegewarte auf einem Workshop des Tourismusverbandes nach.

„Nach über zehn Jahren ist es an der Zeit, einmal zu schauen, wo wir stehen – was hat die Qualitätsoffensive Wandern im Naturpark Altmühltal gebracht, was liegt noch im Argen, wie geht es weiter“, erklärt Naturparkgeschäftsführer Christoph Würflein. Seit dem Start der Qualitätsoffensive Wandern im Jahr 2004 hat sich viel getan: die Zertifizierung des Altmühltal-Panoramaweges zum Qualitätsweg Wanderbares Deutschland, die Umsetzung eines einheitlichen Beschilderungskonzepts und die Aktion „Wandern mit Profil“, die prüfbare Qualitätsstandards für Schlaufenwege am Altmühltal-Panoramaweg entwickelte.

16 dieser Schlaufenwege – allesamt örtliche Rundwege, die zu (Halb-)Tagestouren abseits der Hauptroute des Altmühltal-Panoramawegs einladen – haben erfolgreich an „Wandern mit Profil“ teilgenommen. Manch andere Ortswanderwege jedoch hinken bei der Qualität noch hinterher, so das Fazit der Naturparktouristiker: Sei es bei der Darstellung der Wege und ihrer touristischen Infrastruktur im Internet, bei der Beschilderung oder durch mangelnde Wegepflege und fehlende Rastmöglichkeiten. „Hier ist es ganz wichtig, eine Systematik reinzubringen“, betont Christoph Würflein: „Wie oft werden die örtlichen Wege überprüft? Wer ist für die Pflege zuständig? Und vor allem: Wie viele lokalen Wege braucht ein Ort?“

Hier setze nun die Fortführung der Qualitätsoffensive Wandern an, so der Naturparkgeschäftsführer. Ein erster Schritt sollte in den Orten und Gemeinden ein kritisches Hinterfragen des eigenen Wegenetzes sein – das Motto: Reduzieren, was der Wanderer nicht braucht und optimieren, was der Wanderer schätzt. „Hier wird oft noch zu gemeindezentriert gedacht“, sagt Christoph Würflein. Eine zwingende Voraussetzung für die Optimierung der Wegenetze sei die Wegekenntnis der Verantwortlichen: „Eine Qualitätsverbesserung – wo bieten sich Ruhezonen an, muss der Verlauf optimiert werden, welcher Weg ist wirklich wichtig – kann nur funktionieren, wenn man seine Wege auch einmal selber abgelaufen ist.“ Der Naturpark könne hier lediglich beratend tätig werden – „die Zusammenarbeit zwischen dem Tourismusverband und den Orten ist aber sehr positiv“, so Würlein. Er betont, dass das Engagement in den Gemeinden und auch der vielen Ehrenamtlichen vor Ort von großer Bedeutung für die ganze Tourismusregion ist.

Zudem beschäftigte sich der Wanderworkshop mit einer neue Initiative des Deutschen Wanderverbandes: Beim Wanderverband können nun kurze Wanderwege als Themenwege (Traumtour, Regionaler Genuss, Familienspaß, Komfortwandern, Kulturerlebnis, Naturvergnügen, Winterglück oder Stadtwanderung) zertifiziert werden. „Auch wenn man sich nicht für eine Zertifizierung entscheidet, können solche Themen als Denkanstoß für die Zukunft und für die Optimierung der örtlichen Wegenetze dienen“, ist sich Christoph Würflein sicher. „Schließlich ist im Naturpark Altmühltal alles vorhanden, was der Wanderer sucht, vom Spazierweg bis zum Klettersteig. Eine thematische Zuordnung der schönsten Ortswanderwege erleichtert den Touristikern die Konzentration auf das Wesentliche – und dem Wanderer die Auswahl.“

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Fotos: Naturpark Altmühltal

Kategorien: Presse