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„So geht das mit dem Biomüll“ – Neue Unterrichtsideen des Landkreises Eichstätt zu Bioabfall und Biotonne

Ein lustiges und informatives Mal- und Geschichtenheft für kleine und größere Kinder hat der Fachbereich Abfallwirtschaft des Landkreises Eichstätt herausgegeben. Unter dem Titel „So geht das mit dem Biomüll“ werden speziell für Lehrkräfte Unterrichtsideen zur Bioabfallsammlung didaktisch aufbereitet und angeboten. „Wir wollten nach der Einführung der Biotonne im vergangenen Jahr etwas für die Umweltbildung tun. Das Unterrichtsheft wurde für Unterrichtszwecke an den Grundschulen angeschafft, nachdem es sehr wichtig ist, die Kinder schon frühzeitig an das Thema heranzuführen“, erläutert Manuel Laumeyer vom Fachbereich Abfallwirtschaft. Umweltbildung nehme an den Schulen einen hohen Stellenwert ein, gerade die Jüngsten seien eine wichtige Zielgruppe und sehr aufgeschlossen. „Die Unterrichtsmaterialien können in der dritten und vierten Klasse eingesetzt werden, mit Hilfe auch bereits in der zweiten Klasse“, so Fachbereichsleiterin Kathrin Husterer. Im Heft enthalten sind u.a. Fragen rund um den Biomüll, ein Bioabfall ABC, Ausmalbilder, kindgerechte Erklärungen zur Biomüllverwertung, ein Bioabfall-Text sowie Rätsel und Suchbilder.

 

Zwei Klassen der Grundschule St. Walburg, nämlich die 2a und die 2b, haben das neue Heft nun dem Praxistest unterzogen: „Unsere Schülerinnen und Schüler sortieren schon immer eifrig Abfälle, wenden Möglichkeiten der Abfallreduzierung an und wir begründen im Unterricht die Bedeutung von Abfallvermeidung und Abfallverwertung. Auch die Ansätze des Recycelns lernen sie zu verstehen“, berichtet Andrea König, Klassenleiterin der 2a, die sich zusammen mit ihrer Kollegin Doris Kamm (Klassenleiterin 2b) und rund 50 Kindern am Praxistest beteiligte. Auf dem Grundschullehrplan stehen aktuell die Vermittlung von Kompetenzen zu Wertstoffen, Recycling und Müllvermeidung, „da unterstützt das neue Unterrichtsheft der Abfallexperten des Landratsamtes sehr gut.“ Die Buben und Mädchen aus St. Walburg bekamen nicht nur druckfrische Exemplare und Mini-Mülltonnen (die man als Stiftebehälter nutzen kann) überreicht, sondern mit Evi Geyer eine erfahrene Mitarbeiterin der Abfallwirtschaft des Landkreises im Klassenzimmer zu Gast, die alle relevanten Fragen zum Thema beantworten konnte: Was ist Biomüll eigentlich? Wie sammle ich Biomüll? Was wird mit unserem Biomüll gemacht? Welche Störstoffe dürfen keinesfalls in die Biotonne? Lehrerin Andrea König freute sich besonders darüber, dass die Abfallexpertin bunte Mülltonnen sowie unterschiedlichste (saubere) Wegwerfprodukte mitgebracht hatte, um die Kinder üben zu lassen, wie welche Tonne korrekt bestückt wird. „Mir war wichtig, dass die Kinder nochmal erklären und durchführen, welches Material in welche Tonne kommt. Sie müssen ja nicht nur zuhause, sondern auch in der Schule Mülltrennung beachten, gerade beim Gelben Sack muss man ja gut nachdenken, was wirklich hinein darf und was besser in der Restmülltonne oder in den Blechcontainern am Wertstoffhof aufgehoben ist“, so König. In St. Walburg hat übrigens jede Klasse Mülldienst im Hof, der Dienst wechselt und jede Klasse ist einmal an der Reihe: „Aktuell ist die 2a dran und sammelt nach der 2. Pause mit Müllzangen im Hof Müll auf. Da sieht jeder, was da einfach so auf den Boden fallengelassen wird“, berichtet die Pädagogin.

 

Dass Schulbedarf und Umweltschutz heutzutage unweigerlich zusammengehören, sprach Evi Geyer in ihrem Praxisunterricht ebenfalls an: So gibt es Hefte aus Recyclingpapier, Bleistifte und Füller aus zertifiziertem Holz, Radiergummis aus Naturkautschuk und Klebestifte aus Biokunststoff. Im vielseitigen Angebot findet man nahezu jeden Artikel als „grüne Variante“. Das schützt nicht nur die Umwelt, sondern spart in vielen Fällen längerfristig sogar Geld. „Zur Müllvermeidung gehört auch die Plastikvermeidung dazu. Ich kann auch Schulsachen ökologischer einkaufen, z.B. Holzlineal statt Plastiklineal nehmen, einen Metallspitzer, Brotboxen statt Alufolie oder Tüte und eine Glastrinkflasche statt Einwegplastikflaschen nehmen,“ erzählte Evi Geyer. Sensibilisiert wurden die Schulkinder auch auf die Möglichkeit, mit Stofftaschen einkaufen zu gehen, dass sich im Müll Werte befinden (z.B. wichtige Rohstoffe in Metallen zur Weiterverarbeitung) und dass es nicht wenige Menschen gibt, die im und vom Müll leben.

 

Krönender Abschluss der kurzweiligen Lehreinheit im Klassenzimmer war dann ein Müllauto der Fa. Büchl, das extra für die zwei Klassen auf den Pausenhof von St. Walburg gefahren kam. Die Kinder konnten unter Aufsicht von zwei netten Müllmännern Mülltonnen kippern, in die Fahrerkabine schlüpfen, um die Videokamera anzuschauen und viele Details aus der Arbeit der Müllmänner erfahren – das Resümee der Lehrkräfte: „Eine rundum gelungene Aktion. Die Kinder haben an ihr Wissen angeknüpft und konnten es erweitern. Machen wir gerne wieder!“, freute sich Andrea König.

 

Die Erstauflage des bunten Unterrichtsheftes liegt bei 2.000 Stück, die Arbeitshefte werden kostenfrei zur Verfügung gestellt. Grundschulen können diese unter der Telefonnummer 08421/70-329 oder per Mail an die abfallwirtschaft@lra-ei.bayern.de  anfordern.

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Fotos: Preis

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