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„Wille und Offenheit, etwas zu schaffen“

Kommunaler Besuch in den Wohngruppen St. Anna des Caritas-Zentrum St. Vinzenz Ingolstadt

„Also ausziehen möchte ich nicht mehr….“ Dieser selbstbewusste und ehrliche Satz einer jungen Bewohnerin aus einer der Wohngruppen St. Anna des Caritas-Zentrums St. Vinzenz in Ingolstadt hat Maria Seitz nachhaltig beeindruckt. Die Abteilungsleiterin u.a. für Kommunales beim Landratsamt Eichstätt lud in ihrer Funktion als Beauftragte für Menschen mit Behinderung kürzlich Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Landkreisgemeinden zu einem Vor-Ort-Besuch in die Wohngruppen St. Anna des Caritas-Zentrum St. Vinzenz nach Ingolstadt ein, um zu sehen, wo und wie Menschen mit geistiger Behinderung leben. Caritas-Vorstandsmitglied Alfred Frank, der von Bischof Gregor Maria Hanke OSB zum 1. Januar 2019 zum neuen Caritasdirektor ernannt wurde, begrüßte zusammen mit Markus Pflüger, Leiter des Caritas-Zentrum St. Vinzenz, die kommunalen Gäste und stellte in Wort und Bild die Einrichtung vor.

 

Die Wohngruppen St. Anna bieten geistig und mehrfach behinderten Erwachsenen ein Zuhause. Der Caritas als Träger ist es ein wichtiges Anliegen, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich die Bewohner und ihre Besucher wohl fühlen können. „Die Zielsetzung der Wohnkonzeption St. Anna orientiert sich am Gedanken der Inklusion im Sine der UN-Konvention, d.h. die Bewohner sollen wie jedes erwachsene Mitglied der Gesellschaft an allen Lebensbereichen barrierefrei teilhaben können. Um dieses Ziel zu erreichen, werden alle Bewohner nach ihren Fähigkeiten, Bedürfnissen und Wünschen unterstützt und gefördert“, lautet eine wichtige Arbeitsrichtlinie dieser Einrichtung. Die zentrale Lage von St. Anna und der Außenwohngruppe erlaubt es den Bewohnern, Einkäufe, verschiedene Besorgungen oder Arztbesuche selbständig zu erledigen. Alle Mitbewohner übernehmen im Rahmen ihrer Fähigkeiten bestimmte Aufgaben für die Selbstversorgung der Wohngemeinschaft. Abteilungsleiterin Maria Seitz zeigte sich hocherfreut darüber, dass eine so große Anzahl an Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern Interesse gezeigt und das Angebot des Einrichtungsbesuchs wahrgenommen hat: „Das demonstriert, dass die Schaffung von Wohnheimplätzen für unsere Gemeinden ein ernsthaftes Anliegen ist und sowohl Bereitschaft als auch Wille besteht, behinderte Menschen wieder mehr in unserer Gesellschaft aufzunehmen und an ihr teilhaben zu lassen“, betont Frau Seitz. Konkret wünscht sich die Juristin, dass es gelingt, Wohnheime für behinderte Menschen heimatnah im Landkreis zu schaffen, um den Bezug zu den Familien und Freunden der Bewohner bestmöglich aufrecht erhalten zu können und auch ein weitgehend eigenständiges Leben führen zu können. Dass dies hervorragend gelingt, wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen, dafür sind die Wohngruppen St. Anna beispielhaft: „Mein Dank gilt der Einrichtung, die ihre Türen aufgemacht und uns damit einen wertvollen Eindruck verschafft hat, wie ein Wohnheim aussehen könnte“, so Maria Seitz, deren besonderer Dank den Bewohnern gilt, die voll Freude ihre Privatbereiche gezeigt und von ihrem Leben berichtet haben.

 

„Eine gelungene Veranstaltung, die bei allen Beteiligten getragen war von einem Willen und einer Offenheit, etwas zu schaffen und für Menschen mit Beeinträchtigungen zu tun“, lautete auch das Resümee der Besuchergruppe. Nun gelte es, alle notwendigen Beteiligten zusammen zu bringen und nach realisierbaren Möglichkeiten zu suchen. „Aber niemand musste überzeugt werden, dass dieses Projekt eine gute Sache ist, sondern jeder war mit dieser Überzeugung von Anfang an dabei“, bekräftigt Frau Seitz. Nach den bisher erfolgten Gesprächen mit Trägern und ersten Rückmeldungen aus den Gemeinden ist die kommunale Behindertenbeauftragte fest davon überzeugt, dass ein oder sogar mehrere Wohnheime für behinderte Menschen im Landkreis Eichstätt realisierbar sind.                                                                                                                                               pp

Kategorien: Presse