Wohin mit Verpackungen aus Styropor?

11. Februar 2020 : Praxistipp zur korrekten Entsorgung eines beliebten Leichtgewichts - Gelber Sack statt Wertstoffhof

Von Petra Preis

Jeder kennt dieses Leichtgewicht, das in Form von Platten oder Chips gerne als Transportschutz genutzt wird – nämlich Styropor. Beim Kauf eines neuen PC`s, Fernsehgeräts oder einer teuren Kaffeemaschine gehört diese Verpackung zum Kauf meist dazu, ganz besonders dann, wenn neue Technikgeräte versandt werden. Auch andere empfindliche Waren oder Lebensmittel werden zum Transport entsprechend verpackt. Nach dem Auspacken neuer Waren stellt sich daheim oft die Frage: Wie wird Styropor eigentlich korrekt entsorgt, ohne dass die Umwelt Schaden nimmt, wenn ich dafür keine Verwendung mehr habe? Manuel Laumeyer, Abfallwirtschaftsexperte im Landratsamt Eichstätt, weist darauf hin, dass mittlerweile keine Abgabe von Styropor mehr auf den Wertstoffhöfen des Landkreises Eichstätt möglich ist, da die Entsorgungspflicht bei den Dualen Systemen Deutschland liegt. „Dramatisch ist dies aber nicht, im Gegenteil: Verpackungsstyropor kann ganz leicht über den Gelben Sack einer Entsorgung und dem Recycling zugeführt werden.“

 

Dies gilt allerdings ausschließlich für weißes Formstyropor – sonstige Dämmmaterialien, die z.B. bei der Sanierung eines Hauses ersetzt werden, sind Baustellenmischabfall und müssen über eine entsprechende Entsorgungsfirma fachgerecht beseitigt werden. „Da Dämmmaterialien für den Bau bestimmte Brandschutzvorgaben erfüllen müssen, sind sie mitunter mit Flammschutzmitteln versetzt. Daher gilt: Styropor, das bei der Renovierung anfällt, also als Isoliermaterial verwendet worden ist, muss durch ein Entsorgungsunternehmen beseitigt werden.

 

Styropor besteht übrigens zu 98 Prozent aus Luft und zu zwei Prozent aus Rohöl-Granulat und ist dadurch sehr leicht. Laut Umweltbundesamt stellt die deutsche Kunststoffindustrie jedes Jahr rund 535.000 Tonnen Polystyrol (so der offizielle Name) her. Um ein Kilogramm Polystyrol herzustellen, braucht es ziemlich viele Ressourcen – exakt fünf Kilogramm Rohöl! Außerdem dauert es sehr lange, bis sich Styropor wieder abbaut. Deshalb ist es am besten, nach Möglichkeit einen großen Bogen um Verpackungen aus Styropor zu machen. Im Supermarkt sollte man wenn möglich unverpackte Lebensmittel kaufen und die Styroporschälchen meiden. Wer sich Essen aus einem Restaurant oder Imbiss mitnimmt, kann von daheim eine Dose aus Glas oder Edelstahl mitbringen. Bei Elektrogeräten hat man meist keine Wahl. Bei allen Fragen rund um die Abfallwirtschaft stehen übrigens die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachbereichs Abfallwirtschaft im Landratsamt Eichstätt fachkundig zur Seite. Zum Nachlesen gibt es darüber hinaus auch den Abfallwegweiser des Landkreises, der unter www.landkreis-eichstaett.de/styropor abrufbar ist.

 

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