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Regulierung von Wild- und Jagdschäden

Wildschaden

Schäden an Feldfrüchten

Wird ein Grundstück das zu einem Gemeinschaftsjagdrevier gehört durch Schalenwild, Wildkaninchen oder Fasanen beschädigt, so hat die Jagdgenossenschaft dem Geschädigten den Wildschaden zu ersetzen.
Im Landkreis Eichstätt leben nachstehende Schalenwildarten:

- Damwild
- Muffelwild
- Schwarzwild
- Rehwild

Ist aufgrund des Jagdpachtvertrages des Jagdpächter ganz oder teilweise ersatzpflichtig, so ist er an der Schadensregulierung ganz oder teilweise beteiligt.

Wildschäden an Grundstücken eines Eigenjagdreviers trägt der Eigentümer oder Pächter der Jagd.

Der Anspruch auf Wildschadensausgleich trifft nur Feldfrüchte, die noch nicht eingeerntet wurden.
Beispiel: Wildschäden an abgeernteten aber noch nicht abgefahrenen Zuckerrüben sind zu ersetzen. Nicht zu ersetzen sind Wildschäden z. B. an Rübenmieten oder Siloballen. Gemüse und hochwertige Handelsgewächse (z.B. Hopfen) werden nicht ersetzt.

Achtung!
Der Anspruch auf den Ersatz von Wildschaden erlischt, wenn der Berechtigte den Wildschaden nicht innerhalb einer Woche, nachdem er von dem Schaden Kenntnis erhalten hat oder bei Beobachtung gehöriger Sorgfalt erhalten hätte, bei der Gemeinde schriftlich oder zur Niederschrift anmeldet.

Die Durchführung des Wildschadensverfahren ist Aufgabe der Gemeinde. Zur Feststellung der Schadenshöhe beauftragt sie einen amtlich bestellten Wildschadensschätzer.


Schäden an Forstpflanzen

Wildschäden an Forstpflanzen können zweimal im Jahr bei der Gemeinde angemeldet werden.
Sommerschäden sind bis zum 1. Oktober, Winterschäden bis 1. Mai anzumelden.

Die Durchführung des Wildschadensverfahren ist Aufgabe der Gemeinde. Zur Feststellung der Schadenshöhe beauftragt sie einen amtlich bestellten Wildschadensschätzer der zugleich Forstsachverständiger ist.


Jagdschaden

Dabei handelt es sich um Schäden die durch die tatsächliche Jagdausübung entstehen.
Beispiel: Bergung eines Wildschweins aus einem Weizenschlag.

Wer die Jagd ausübt hat die berechtigten Interessen der Grundeigentümer und Nutzungsberechtigten zu wahren. So ist die Ausübung der Treibjagd, die mit reifender Halm- oder Samenfrucht oder mit Tabak bestanden sind, verboten. Besäte Felder und nicht abgemähte Wiesen sind zu schonen.

Die Durchführung des Verfahrens bei Jagdschäden ist Aufgabe der Gemeinde.

Gesetzliche Grundlagen

§§ 26 bis 35 Bundesjagdgesetz, Art. 44 bis 46 Bayer. Jagdgesetz, §§ 25 bis 29 Verordnung zur Ausführung des Bayerischen Jagdgesetzes

Informationen des BayernPortals

Anschrift

Landratsamt Eichstätt

Residenzplatz 1
85072 Eichstätt
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Telefon: 08421/70-0
Fax: 08421/70-222

Öffnungszeiten

Mo - Fr 08.00 - 12.00 Uhr; Do zusätzlich 14.00 - 16.00 Uhr;

Öffentliche Verkehrsmittel: DB und Busse - Bahnhof Eichstätt-Stadt; Stadtbuslinie - Haltestelle Residenzplatz (Zulassung abweichend)