Beratung von Eltern und Kindern bei Partnerschafts-, Trennungs- und Scheidungskonflikten

Bei gemeinsamen Gesprächen werden die Eltern unter angemessener Beteiligung des betroffenen Kindes oder Jugendlichen bei der Entwicklung eines einvernehmlichen Konzeptes unterstützt. Diese soll den Eltern dazu dienen, die bestehenden Fragen um die elterliche Sorge zu klären und ihnen helfen, sie auch im Alltag so auszuüben, wie es dem Kindeswohl aller Wahrscheinlichkeit nach am besten entspricht.

In Hinsicht auf das zu erarbeitende Konzept stellt sich natürlich die Frage, welche Gestaltungsmöglichkeiten bezüglich der elterlichen Sorge und bezüglich eines eventuellen Umgangsrechtes bestehen.

Drei Varianten der elterlichen Sorge:

- Gemeinsame Sorge:

Im Normalfall haben Sie bisher die elterliche Sorge für Ihr Kind gemeinsam ausgeübt. Auch nach Trennung oder Scheidung behalten Sie künftig nach dem neuen Recht die Verantwortung für ihr Kind gemeinsam bei (gemeinsame Sorge) sofern nicht ein Elternteil beim Familiengericht die Zuweisung der Alleinsorge beantragt.

Bei der Ausübung der gemeinsamen Sorge müssen die Eltern eine Aufgabenteilung beachten:

In allen Angelegenheiten von erheblicher Bedeutung für das Kind ist das gegenseitige Einvernehmen beider Elternteile erforderlich, insbesondere z.B. bei der Bestimmung des Aufenthaltes des Kindes, beim Kindesunterhalt, bei der religiösen Erziehung (Taufe), beim Kindergartenbesuch, bei der schulischen Erziehung (Einschulung, Wahl der Schulart, Schulwechsel), bei der Berufsausbildung (Ausbildungsvertrag), bei Operationen, Anlagen und grundlegenden Fragen der Verwendung von Kindesvermögen.

Der Elternteil, bei dem das Kind lebt, hat die Alleinentscheidung in allen Fragen des täglichen Lebens, das sind insbesondere die Organisation des täglichen Lebens des Kindes, dessen Freizeitgestaltung, Kleidung, Hausaufgaben, Entschuldigung in der Schule wegen Krankheit, Arztbesuch. Er kann auch die Unterhaltsansprüche des Kindes gegen den anderen Elternteil geltend machen.

- Alleinsorge:

Auf Antrag eines Elternteils kann das Familiengericht diesem bei entsprechenden Voraussetzungen das alleinige Sorgerecht (Alleinsorge) übertragen. Der andere Elternteil behält als Rest seines bisherigen Sorgerechts ein Umgangsrecht mit dem Kind. Zu diesem Umgang ist er im Interesse seines Kindes verpflichtet und berechtigt.

Im Interesse des Kindes kann es sinnvoll sein, den nicht sorgeberechtigten Elternteil dennoch stärker einzubeziehen, unter Umständen dadurch, dass er vom allein-sorgeberechtigten Elternteil eine Vollmacht erhält, dass er beispielsweise an Elternabenden der Schule teilnehmen und mit den Lehrern über das Kind sprechen kann. Damit könnte sein ohnehin bestehendes Informationsrecht konkretisiert werden.

- Teilweise Alleinsorge:

Die dritte Möglichkeit könnte man als eine Mischung der beiden bereits dargestellten Varianten bezeichnen: Auf Antrag kann das Familiengericht aus der gemeinsamen Sorge einen Teil, z.B. das Recht, den Aufenthalt des Kindes zu bestimmen, herauslösen und dem antragstellenden Elternteil alleine zur Ausübung übertragen (teilweise Alleinsorge). Die restlichen Bereiche des Sorgerechts verbleiben beiden Eltern gemeinsam

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