Isolierte Befreiung

Antrag auf isolierte Befreiung von den gemeindlichen Vorschriften

Gemeindliche Satzungen und Bebauungspläne können Vorgaben enthalten, die einer Verwirklichung eines verfahrensfreien Vorhabens zuwidersprechen.

Zuständig für den Erlass einer Befreiungen von den Festsetzugen eines Bebauungsplanes oder einer städtebaulichen Satzung ist die örtliche Gemeinde. ​
Nach Erteilung der jew. Befreiung informiert die Gemeinde die Bauaufsichtsbehörde über das geplante Bauvorhaben durch Übersendung einer Ausfertigung der Antragsunterlagen und eines Bescheidsabdruckes.

Welche Unterlagen muss der Bauherr einreichen?
  • Antrag auf isolierte Befreiung mit Bauplanmappen mit Angabe der erforderlichen Abweichung und entsprechender Begründung (grün/gelb/rot). Ein Vordruck für die Beantragung einer Isolierten Befreiung erhalten Sie bei der zuständigen Gemeinde.
  • amtlicher Lageplan 1:1.000 mit Eigentümerverzeichnis (dieser sollte nicht älter als ein halbes Jahr sein, erhältlich über das Vermessungsamt oder die zuständige Gemeinde)
  • Skizzen des Bauvorhabens mit entsprechender Vermaßung (mit Unterschrift Bauherr und Nachbarn)
  • Einmaßung des Bauvorhabens auf einer Kopie des o.g. amtlichen Lageplans (mit Unterschrift Bauherr und Nachbarn)

Beispiel / Sonderfall

Bebauungsplanfestsetzung: Satteldach + Überschreitung der zulässigen Grenzbebauung (Grenzlänge).
Ein Carport soll auf der Grundstücksgrenze mit einem Pultdach errichtet werden. Der Bebauungsplan der Gemeinde schreibt die Errichtung von Satteldächern vor. Auf der Grenze ist bereits eine Garage mit 9 m Grenzlänge errichtet.

  • In diesem Fall bedarf die Errichtung des Carports, trotz Verfahrensfreiheit eine isolierte Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes hinsichtlich der Dachform. Diese kann die Gemeinde in eigener Zuständigkeit erteilen.
  • Des weiteren bedarf die Errichtung des Carports eine isolierte Abweichung bezüglich der Überschreitung der zulässigen Grenzbebauung. Diese Abweichung erteilt das Landratsamt als Bauaufsichtsbehörde im Einvernehmen der Gemeinde, wenn die Unterschriften der betroffenen Eigentümer der Nachbargrundsücke vorliegen.

Somit müssen beide Anträge erstellt und gemeinsam in der Gemeinde eingereicht werden. Die Gemeinde bearbeitet und verbescheidet den Antrag auf isolierte Befreiung und übersendet die Unterlagen an die Bauverwaltungsbehörde. Dieser erlässt anschließend einen Bescheid bezüglich der beantragten isolierten Abweichung.
Der Baubeginn darf in diesem Fall erst erfolgen, wenn der Bescheid der Gemeinde und des Landratsamtes als Bauaufsichtsbehörde vorliegt.

 

Weitere Informationen im Bereich der isolierten Befreiungen können Sie auch bei Ihrer Gemeinde einsehen:

Anschrift

Landratsamt Eichstätt

Residenzplatz 2
85072 Eichstätt
Adresse in Google Maps anzeigen
Telefon: 08421/70-0
Fax: 08421/70-222

Öffnungszeiten

Mo - Fr 8.00 - 12.00 Uhr, Do auch 14.00 - 16.00 Uhr;
Öffentliche Verkehrsmittel: DB und Busse - Haltestelle Bahnhof Eichstätt-Stadt; Stadtbuslinie - Haltestelle Residenzplatz