Wiesensalbei (Salvia pratensis)

Familie: Lippenbütler/Lamiacea

WiesensalbeiLebensraum: Als typischer Magerkeitszeiger wächst der Wiesensalbei auf sonnigen Fettwiesen, Halbtrocken- und Trockenrasen, aber auch an Feld- und Wegrändern. Die Verbreitung dieser Wärme liebenden ursprünglich südeuropäischen Lichtpflanze reicht von der Ebene bis in mittlere Gebirgslagen in Kalkgebieten. Im norddeutschen Tiefland fehlte er ursprünglich vollkommen, wurde dort jedoch zuweilen eingeschleppt. Heutzutage ist er weit verbreitet.

Beschreibung: Während der Blütezeit von Ende April bis weit in den August erscheinen an der mehrjährigen Pflanze blauviolette, seltener weiße oder dunkelblaue Blüten. Diese stehen zu Vier bis Acht quirlständig auf einem 30 - 50 cm hohen Blütenstand und besitzen sichelförmig gewölbte Oberlippen. Stengel, Blüte und Blätter sind drüsig behaart oder kurz borstig. Die grundständigen Blätter sind langgestielt, unregelmäßig gekerbt und runzelig.

Bemerkenswertes: Der Gattungsname "Salvia" stammt vom lateinischen "salveo", was soviel heißt, wie "ich heile" oder auch "ich rette". Denn bereits bei den alten Ägyptern und Chinesen war diese Pflanze als Heilmittel bekannt. Er diente als Mittel bei Nervosität, Gereiztheit und Kopfschmerzen. In früheren Zeiten sollte die Pflanze gegen Kummer und Trauer helfen. Zu diesem Zweck wurden Salbeiblätter über Gräber gestreut. Heutzutage wird der Salbei wegen der antiseptischen Eigenschaften seiner ätherischen Öle in der Naturheilkunde oder als Hausmittel bei Halsentzündungen, Wunden und Insektenstichen verwandt. Aber auch hier ist, wie bei anderen Naturheilmitteln Vorsicht geboten. Im Gegensatz zu vielen anderen Trockenrasenpflanzen fehlt der Wiesensalbei auf beweideten Flächen. Er wurzelt zwar weit über einen Meter in das klüftige Untergrundgestein, aufgrund seiner hochsitzenden Erneuerungsknospen reagiert er auf Verbiss durch das Schafmaul oder Tritt äußerst empfindlich und verschwindet. Die Bestäubung der Blüten erfolgt durch Hummeln. Beim Einführen des Saugrüssels klappen diese herunter und berühren den Hinterleib des bestäubenden Insekts und streifen den Pollen auf den Rücken des Tieres ab. Dieser wird dann auf andere Blüten weitergetragen. Der Samen wird aufgrund seiner klebrigen Eigenschaften wird durch Insekten, Klein- oder Großsäuger weiterverbreitet.

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