Erfolgreiche Gesundheitskonferenz mit Schwerpunkt Hitzeschutz
icon.crdate03.06.2026
Workshops, fachliche Impulsreferate und Raum für Vernetzung
Dass der Klimawandel und seine Folgen die Gesundheit der Bevölkerung in vielfältiger Weise beeinflusst, ist allgemein bekannt. Neben einer Zunahme der Pollenbelastung tragen auch Extremwetterereignisse wie Hitze zu Beeinträchtigungen bei. Diesem wichtigen Thema hat das Sachgebiet Gesundheitswesen im Landratsamt Eichstätt nun eine eigene Gesundheitskonferenz zum Thema Hitzeschutz gewidmet, an der mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Kommunen, Schulen, Kitas sowie Pflege- und Senioreneinrichtungen teilnahmen. Eröffnet wurde sie von Landrat Alexander Anetsberger, der dazu ermutigte, dass sich Politik und Gesellschaft verstärkt mit der wachsenden Hitzebelastung auseinandersetzen und geeignete Maßnahmen entwickeln. „Mit dieser Gesundheitskonferenz wollen wir dazu einen Beitrag leisten, im Interesse unserer Bürgerinnen und Bürger“, so der Landkreischef. Auch in Bayern seien die Landkreise gemeinsam mit ihren Kommunen gefordert, den öffentlichen Raum stärker unter dem Aspekt des Hitzeschutzes zu betrachten.
Ziel der Veranstaltung war es, gemeinsam Strategien und konkrete Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor zunehmenden Hitzebelastungen zu entwickeln und bestehende Ansätze weiterzuentwickeln. Anetsberger ermunterte zusammen mit Moderatorin Christine Feil vom Gesundheitsamt Eichstätt die Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer, die fachliche Expertise und praktischen Erfahrungen zu bündeln, um für einen erfolgreichen und nachhaltigen Hitzeschutz für den Landkreis zu sorgen. Dass Gesundheit unter den zunehmend gravierenden Folgen des Klimawandelt stärker geschützt werden müsse, betont auch der „Masterplan Prävention“, der im Oktober 2025 vom Bayerischen Gesundheitsministerium aufgelegt wurde. Das Konzept umfasst 250 Aktionen, Initiativen und Maßnahmen, die von Amtsärztin Uta Konschake der Konferenz vorgestellt wurden. Medizinerin und Amtsärztin Regina Lindl, Leiterin des Eichstätter Gesundheitsamtes, wies in ihrem Fachvortrag auf die immer länger werdende Liste der Konsequenzen steigender Temperaturen und zunehmender Hitzetage hin – dazu zählten u.a. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Hautkrebs, veränderte Pollenflugzeiten sowie stärkere Ausbreitung gesundheitsschädlicher Pflanzen und krankheitsübertragender Insekten.
Im Rahmen von drei nachfolgenden Workshops mit der Eichstätter Kinderärztin Andrea Kraus, Madeleine Gottschling vom Medizinischen Dienst Bayern sowie Anne Fröhlich und Ralf Fährmann vom Landratsamt Eichstätt wurden gemeinsam Hitzeschutzrichtlinien mit den Schwerpunkten „Öffentliche Gebäude und Öffentliche Plätze in den Kommunen“, „Kinder und Jugendliche“ sowie „Seniorinnen und Senioren sowie Pflege“ erarbeitet. Sowohl die Workshopleitungen wie auch das Organisationsteam forderten dazu auf, die wichtige Aufgabe des Hitzeschutzes gemeinsam mit Verantwortung, Weitsicht und gebündelter Expertise anzugehen. „Hitzeschutz gelingt nur im Zusammenspiel von Kommunen, Schulen, Einrichtungen und Fachstellen sowie gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern. So können wir dafür sorgen, dass unsere Region auch unter den Bedingungen des Klimawandels ein lebenswerter Ort bleibt“, unterstrich Landrat Anetsberger, der sich bei allen für Engagement und aktives Einbringen bedankte. Die Konferenzteilnehmer haben sich vorgenommen, die gewonnenen Ergebnisse konsequent weiterzuentwickeln und weiterhin Raum für Austausch und Vernetzung zu schaffen, um für einen nachhaltigen Hitzeschutz zu sorgen.
(lkr)





