Radverkehr
Unser wundervolles Altmühltal und der Landkreis Eichstätt sind weithin bei Besuchern für seine idyllischen Radwege bekannt. Schon jetzt erfreuen sich alle Radelnde über 600km Radwege, welche gut beschildert durch die Region führen.
Der Landkreis Eichstätt unterstützt den steigenden Trend des Radfahrens indem er verstärkt Alltagsradwege ausbaut, um die Sicherheit der Radfahrenden zu gewährleisten. Hier finden Sie wichtige Informationen rund um das Radfahren im Landkreis Eichstätt.
STADTRADELN 2026 im Landkreis Eichstätt
Vom 15. Juni bis 5. Juli 2026
Der Landkreis Eichstätt beteiligt sich auch 2026 wieder am Wettbewerb STADTRADELN. In diesem Zeitraum sind Bürgerinnen und Bürger, Schulen, Vereine, Unternehmen und Kommunen eingeladen, möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Gemeinsam sollen Radkilometer gesammelt und ein starkes Zeichen für nachhaltige Mobilität gesetzt werden.
Was ist das STADTRADELN?
Das STADTRADELN sowie das ergänzende Schulradeln Bayern gehören zu den erfolgreichsten Mitmachaktionen im Freistaat. Jedes Jahr schließen sich zahlreiche Teams zusammen, planen gemeinsame Touren oder steigen bewusst für den Weg zur Arbeit oder Schule aufs Rad.
Kommunen und Schulen treten in einen freundschaftlichen Wettbewerb und zeigen, wie aktiv ihre Region ist.
Im Landkreis Eichstätt werden 2026 erneut ausgezeichnet:
- die aktivsten Radlerinnen und Radler,
- das Team mit den meisten Kilometern,
- die Kommune mit den meisten Kilometern pro Einwohner,
- die Schule mit den meisten Kilometern pro Schüler.
Besonderer Anreiz 2026: Kostenlos ins Museum
Alle angemeldeten STADTRADELN‑Teilnehmenden erhalten 2026 einen einmaligen kostenlosen Eintritt in ein teilnehmendes Museum im Landkreis Eichstätt.
So verbindet die Aktion Klimaschutz, Bewegung und kulturelle Erlebnisse auf ideale Weise.
Wie geht das?
- Museum aus der Liste (PDF-Dokument, 587,95 KB) der teilnehmenden Museen auswählen
- Mit dem Radl ins Museum fahren
- Am Einlass die Teilnahme am STADTRADELN mitteilen
Die Registrierung ist ab sofort möglich unter:
www.stadtradeln.de/registrieren
Radverkehrsumfrage im Landkreis Eichstätt – Ergebnisse 2025
Im Sommer 2025 befragte der Landkreis über soziale Medien, Plakate, Postkarten sowie im Rahmen eines Pendlerfrühstücks die Bürgerinnen und Bürger zu ihren Erfahrungen und Einschätzungen zum Radverkehr im Landkreis. Ziel war es, Anregungen für das neue Konzept zum Alltagsradverkehr zu sammeln. Die Umfrage wurde von nahezu 500 Personen vollständig beantwortet. Es ist davon auszugehen, dass sich vor allem aktive Radfahrende an der Umfrage beteiligten. Dadurch konnte ein Stimmungsbild erfasst und wichtige Indikatoren abgeleitet werden. Ein repräsentatives Meinungsbild der Gesamtbevölkerung ist durch diese Umfrage aber nicht gegeben. Ein relevanter Teil der Befragten nutzt das Fahrrad regelmäßig, vor allem aus gesundheitlichen Gründen. Hauptverwendungszwecke sind dabei sportliche Betätigung sowie der tägliche Bedarf beispielsweise der Weg zur Arbeit. Die durchschnittlich zurückgelegte Strecke von 17,59 Kilometern pro Fahrt deutet darauf hin, dass der Radverkehr häufig überörtlich erfolgt. Die Routenführung wird dabei stark durch die Topografie des Landkreises geprägt. Eine wichtige Rolle spielt dadurch das E-Bike, das bei der Mehrheit der Teilnehmenden bereits vorhanden und im regelmäßigen Einsatz ist. Es erleichtert das Zurücklegen längerer Strecken im Alltag. Als Gründe für die Umstiege auf andere Verkehrsmittel wurden vorranging ungünstige Witterungsbedingungen oder der Transport größerer Lasten genannt. Die Umfrage zeigt, dass laut Teilnehmenden der Alltagsradverkehr durch verschiedene Maßnahmen stärker gefördert werden könnte. Neben dem Bau weiterer Radwege stehen insbesondere die Verbesserung der Verkehrssicherheit sowie geeignete Abstell- und Lademöglichkeiten für E-Bikes im Fokus.
Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in die weitere Planung des Alltagsradverkehrskonzepts für den Landkreis Eichstätt ein. In diesem werden nicht nur zukünftige Maßnahmen benannt und priorisiert, sondern auch Zuständigkeiten und Umsetzungswege definiert
Im Folgenden finden Sie den Bericht zur Radverkehrsumfrage (PDF-Dokument, 4,57 MB) (PDF-Dokument, 4,46 MB).
Was bewegt Radfahrende wirklich? Was bedeutet ihnen Radfahren und welche Strecken fahren sie besonders gerne? Was würden sie gerne im Straßenverkehr ändern. Unsere Videos mit Stimmen zur Radverkehrsumfrage geben hierbei Antworten.
Konzept Alltagsradverkehr
Der Landkreis Eichstätt arbeitet konsequent daran, eine fahrradfreundliche und zukunftsorientierte Mobilitätsregion zu werden. Mit dem Konzept Alltagsradverkehr wird die Infrastruktur für Alltagsradler verbessert, sodass Wege zur Schule, zur Arbeit, zum Sport oder zur Bahn sicherer und komfortabler werden. Ziel ist ein durchgängiges, gut ausgebautes und beschildertes Radwegenetz, das den Radverkehr stärkt und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zu Klimaschutz, Gesundheit und nachhaltiger Entwicklung leistet.
Gemeinsam mit Gemeinden und dem Staatlichen Bauamt entstehen Haupt-, Neben- und Basisrouten, die Schritt für Schritt umgesetzt werden. So entwickelt sich der Landkreis zu einer Region, in der Radfahren selbstverständlich, sicher und attraktiv ist.
Sie finden das Konzept hier (PDF-Dokument, 10,8 MB) zum Download.
Radtourismus
Der Landkreis Eichstätt im Naturpark Altmühltal ist eine etablierte Ferien- und Naherholungsregion im Herzen Bayerns. Ihren hohen Bekanntheitsgrad als Radtourismusdestination verdankt die Region dem Altmühltal-Radweg, dessen erstes Teilstück bereits 1979 durch den Landkreis Eichstätt als erster Fernradweg in Süddeutschland ausgebaut wurde.
Der Landkreis Eichstätt war damit Vorreiter im Naturpark Altmühltal beim Ausbau der Radinfrastruktur für den Freizeitverkehr.
Neben dem Altmühltal- und Donauradweg führen weitere landkreisübergreifende touristische Hauptrouten wie der Limes-Radweg, der neu entstehende Geo-Radweg, der Anlautertal-Radweg, der Urdonautal-Radweg, der Schambachtalbahn-Radweg, die Via Raetica, der Fränkische Wasser-Radweg, der Schuttertal Radweg sowie die Radwege Nürnberg-Altmühltal, und Ingolstadt – Altmühltal durch den Landkreis Eichstätt.
Ergänzt und verknüpft wird das Netz der Fernrouten durch zahlreiche Radrundwege, die ganz unterschiedliche Kulturlandschaften, abwechslungsreichen Sehenswürdigkeiten und historische Städte zu attraktiven Tages- und Mehrtagestouren verknüpfen. Bei Touren über die Jurahöhen braucht man entweder ausreichend Kondition oder Genussradlerinnen und –radler nutzen ein E-Bike.
Nachdem die Altmühltalbahn zwischen Eichstätt und Beilngries bereits in den 1970er Jahren ihren Betrieb eingestellt hat – die Trasse nutz heute teilweise der Altmühltal-Radweg – finanzieren der Landkreis Eichstätt und der Landkreis Kelheim sowie die Stadt Dietfurt heute den Freizeitbus mit Fahrradanhänger, der während der Saison an Wochenenden und Feiertage zwischen Dollnstein und Regensburg pendelt und so einen bequemen Fahrradtransport ermöglicht.
In der etablierten Radtourismusregion Naturpark Altmühltal bieten zahlreiche Hotelliers, Gastronomen und private Tourismusanbieter Serviceleistungen für Radelnde, wie Lademöglichkeiten, Mieträder und diebstahlgesicherte Abstellmöglichkeiten.
Falls es einmal Probleme gibt, können Radler an den durch den Landkreis, dem Tourismusverband Naturpark Altmühltal und die Gemeinden gemeinsam aufgebauten, öffentlich zugänglichen Radservice-Stationen im Landkreis Eichstätt selbst kleinere Reparaturen vornehmen. Verschiedene Werkzeuge stehen zur Verfügung, darunter: Schraubenzieher, TORX Schraubendreher, Inbusschlüssel, Reifenheber und Pumpe mit Adapter für alle Ventilarten.
Radfahren im Landkreis Eichstätt im Herzen des Naturpark Altmühltals
Beschilderung
Die Konkurrenz unter den Raddestinationen ist in den letzten Jahren gewachsen. Um im immer stärker werdenden Wettbewerb bestehen zu können, ist es unabdingbar, bestmögliche Voraussetzungen für den Radtourismus in der Region zu schaffen. Grundlage für attraktive Radwege sind neben der Wegführung und dem zu befahrenden Untergrund auch eine zeitgemäße Beschilderung.
Das touristische Radwegenetz im Landkreis Eichstätt wurde daher in einen zweistufigen Verfahren FGSV-konform beschildert. Eine Wegweisung durch eine Beschilderung ist laut dem ADFC weiterhin auf Platz 1 was die Orientierung angeht. Daher wurde der von der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) entwickelte Standard auch im Landkreis Eichstätt auf einer Streckenlänge von insgesamt rund 400 km umgesetzt. Im Landkreis ist das Sachgebiet Tiefbau mit den Kreisbauhöfen zuständig für den Unterhalt und die Pflege der Beschilderung der touristischen Radwege. Die Datenbank mit den Standorten der Wegweiser und der Beschilderung wird deshalb künftig kontinuierlich vom Landkreis nachgeführt.











